Dienstag, November 02, 2010

Martin Many, Mrs Mary O'Brian and Hilga von Zaren



aus der New York Times vom 15. Oktober 1880, Spalte "City and Suburbans News"

Martin Many
traf ungefähr im vergangenen August mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern aus Württemberg ein. Er erhielt Arbeit in der Ulmer's Brauerei, allerdings nur für einige Tage. Am Morgen des 30. September teilte er seiner Frau mit, dass er sich nach einer neuen Arbeit umschauen wolle und seitdem hat sie nichts mehr von ihm gesehen oder gehört. Sie wohnt an der Park Avenue in Williamsburg, Haus Nummer 863. Many ist 30 Jahre alt, gedrungen, hellhäutig mit einem dünnen Schnurr- und Kinnbart und hat den kleinen Finger an der linken Hand verloren.

Mrs. Mary O'Brian
wohnhaft im Haus mit der Nummer 422 an der East 11th Street, hatte am Mittwoch Abend einen Streit mit Mrs.Michael Gilday, einer verkrüppelten Frau. Mr. Michael Gilday kam während der Auseinandersetzung im betrunkenen Zustand hinzu, griff sich eine Axt, schlug damit Mrs. O'Brian an den Kopf, so dass sie zu Boden fiel. Sie wurde ins Hospital gebracht, wo man feststellte, dass sie einen schlimmen Schädelbruch davongetragen hatte, ihr Zustand ist sehr kritisch. Gilday wurde gestern im Essex Market Gerichtsgebäude angeklagt und wird dort festgehalten, um den Ausgang der Verletzungen seines Opfers abzuwarten.

Hilga von Zaren
ein Butler, der einst im Dienst von Mr. Constant A. Andrews, wohnhaft im Haus Nummer 80 an der West 48th Street, gestanden hat, wurde gestern im Gericht für allgemeine Angelegenheiten schuldig gesprochen, Mr. Andrews 50 Dollars aus dessen Vermögen geraubt zu haben. Er wurde durch Richter Smyth zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft im Staatsgefängnis verurteilt.

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