Samstag, Oktober 23, 2010

Frank Olson


Auf diesen Herrn bin ich durch die Songlines aufmerksam geworden. Und zwar während der Recherchen zum Hotel Pennsylvania vor einigen Wochen. Im Songlines-Beitrag über das Pennsylvania war unter anderem dieser Text zu finden:

"Frank Olson, a U.S. Army biowarfare expert, jumped to his death from the 10th floor after being unwittingly dosed with LSD as part of the CIA's MKULTRA program."

Ein Biowaffenexperte der U.S. Army namens Frank Olson soll demnach also vom 10. Stock des Hotels Pennsylvania in den Tod gesprungen sein, nachdem er ohne sein Wissen LSD zu sich genommen hatte als Teilnehmer am MKULTRA-Programm der CIA. Klingt interessant oder?


Überraschenderweise gibt es hier sogar eine deutschsprachige Wikipedia-Seite. Mal schauen, was die dort schreiben:

"Frank Rudolph Olson (* 17. Juli 1910; † 28. November 1953 in New York City) war ein Mitarbeiter der CIA. Als er 1953 seinen Dienst quittieren wollte, starb er durch einen Sturz aus einem Hotelfenster. Zunächst schien es, als habe er Selbstmord begangen, doch stellte sich später heraus, dass Olson offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Grund für seinen Tod dürfte sein Insiderwissen über Folter und über die Verabreichung von Wahrheitsseren durch die CIA im Kalten Krieg gewesen sein. Der Fall Olson ist bis heute einer der bekanntesten Fälle dieser Art. Olson studierte Biochemie an der University of Wisconsin-Madison, trat 1942 in die United States Army ein, kam ein Jahr später nach Fort Detrick im US-Bundesstaat Maryland, wo er zunächst im Bereich Schutzkleidung und Gasmasken, später im Bereich B-Waffen tätig war. Er trat 1949 in die neu gegründete Special Operations Division von Fort Detrick ein. Dort wurde er 1952 vorübergehend zu deren Leiter bestellt. Am 28. November 1953 starb Frank Olson nach einem Sturz aus dem 13. Stockwerk des Hotels Pennsylvania in Downtown Manhattan."
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Olson

Als Unterabschnitt des Artikels zum MKULTRA-Programm finden sich dann noch detailliertere Informationen. Ich muss aber davor warnen, dass sich der Leser ab nun mit zum Teil sehr dunklen Abgründen der us-amerikanischen, aber auch der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen muss. Wer so tief nicht einsteigen möchte, sollte hier aufhören.



"Die Olson-Affäre
Im Jahr 1975 fand die Rockefeller-Kommission zur Untersuchung illegaler CIA-Aktivitäten innerhalb der USA Hinweise auf mysteriöse Umstände beim Tod des MKULTRA-Wissenschaftlers Frank Olson im Jahr 1953. Offiziell starb Olson nach einem selbstverursachten Sturz durch die Glasscheibe eines geschlossenen Fensters im 10. Stock (je nach Quelle differieren die Angaben vom 9. bis zum 13. Stock) eines New Yorker Hotels. Sein Tod wurde von der CIA gegenüber der Familie als durch eine psychische Krise ausgelöster Selbstmord ausgegeben. Der Bakteriologe Olson war an der Entwicklung von biologischen Waffen wie Anthrax beteiligt und besaß umfangreiche Kenntnisse über die Menschenversuche im Rahmen von MKULTRA.
 
Laut des ARD-Dokumentarfilms „Deckname Artischocke“ sah Olson auf seiner letzten Europareise im August 1953 in Berlin, wie Menschen bei Experimenten so lange gefoltert wurden, bis sie starben. Gegenüber Kollegen hatte er sich tief erschüttert über die Praktiken im Rahmen von MKULTRA gezeigt. Private Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass er einen Ausstieg aus dem Projekt erwog.
Die 1975 untersuchten CIA-Dokumente ergaben, dass Olson bei seinem Tod unter dem Einfluss der halluzinogenen Droge LSD stand, die ihm von der CIA als „unfreiwilliger Testperson“ verabreicht worden war. Dies löste einen Skandal in den USA aus. Die Familie Olsons plante, die CIA zu verklagen, unter anderem weil sie offensichtlich 22 Jahre lang über die wahre Todesursache belogen worden war.

Die US-Regierung unter Gerald Ford legte durch die Zahlung von 750.000 US-Dollar an die Witwe und eine persönliche Entschuldigung des Präsidenten die Angelegenheit rasch bei, um eine drohende gerichtliche Untersuchung des Falls abzuwenden, bei der eventuell Geheimdokumente über MKULTRA an die Öffentlichkeit geraten wären. Die Witwe erhielt vom damaligen CIA-Direktor William Egan Colby eine Reihe von Dokumenten, die die Selbstmordversion unter Drogeneinfluss stützten. An der Vorbereitung dieser schnellen Lösung der Affäre waren Richard Cheney, damals Stabschef des Weißen Hauses, sowie der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld maßgeblich beteiligt.
Olsons Sohn Eric ließ den Leichnam seines Vaters 1993 exhumieren und von einem Expertenteam obduzieren, wobei sich deutliche Hinweise auf Mord ergaben. Der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Stephen Saracco, eröffnete daraufhin ein Ermittlungsverfahren. Die CIA und das US-Justizministerium blockierten jedoch die Ermittlungen. Nach monatelangen Verhandlungen erkämpfte Saracco das Recht auf eine Vernehmung mehrerer Zeugen durch eine Grand Jury. Er plante unter anderem, den 1975 amtierenden CIA-Direktor William Colby vorzuladen. Dieser starb jedoch kurz nach Bekanntwerden der geplanten Vorladung bei einem Ausflug mit seinem Kanu. Sein Haushalt befand sich in einem Zustand, der auf einen eiligen Aufbruch schließen ließ. Entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten hatte er keine Schwimmweste getragen und auch seiner Frau nichts von seinem geplanten Ausflug erzählt.

Das Verfahren im Fall Olson wurde schließlich nach über achtjähriger Ermittlungsdauer ohne Klageerhebung eingestellt. Von vielen Seiten wurde die Vermutung geäußert, dass die CIA Olson als potentielles Sicherheitsrisiko ermordet hatte. Einige ehemalige Kollegen haben sich ausdrücklich gegen die Selbstmordthese ausgesprochen. Als einer der möglichen Gründe wird angeführt, dass die USA die Entwicklung von biologischen Waffen stets bestritten hatten und befürchteten, im Propagandakrieg mit der Sowjetunion durch mögliche Enthüllungen Olsons einen Rückschlag zu erleiden. In diesem Zusammenhang wurde auch darüber spekuliert, ob Olson über den eventuellen Einsatz von biologischen Waffen im Koreakrieg informiert war. Der chinesische Premierminister Zhou Enlai hatte den USA den Einsatz vorgeworfen, diese hatten den Vorwurf aber vehement dementiert."

Weitere Details habe ich noch auf der englischsprachigen Seite serendipity gefunden. Bei dieser Seite scheint grundsätzlich ein gesundes Maß an Vorsicht angebracht, denn es handelt sich hier um eine klassische Seite für Verschwörungstheoretiker. Allerdings ist der Inhalt nicht nur bei serendipity, sondern an vielen weiteren Orten dokumentiert, weshalb ich dem dunklen Pfad weiter folgen werde.


Nach Ende des zweiten Weltkriegs begannen die Siegermächte sowohl in West als auch in Ost, ehemalige Wissenschaftler des NS-Regimes zu rekrutieren, um von den Forschungsergebnissen der Deutschen profitieren zu können. Unter dem Decknamen "Operation Paperclip" wurden durch die Amerikaner ab Sommer 1945 über 100 deutsche Wissenschaftler in die USA überführt, darunter insbesondere das Raketen-Forschungsteam um Wernher von Braun.


Unter den als nützlich erachteten Wissenschaftlern befand sich auch Kurt Blome (Bild oben), ein ranghoher Mitarbeiter im NS-Gesundheitswesen, der unter anderem in der "Krebsforschung" tätig war, ein Tarnbegriff für die geheime Arbeit an biologischen Waffen. Unter seiner Verantwortung führten SS-Ärzte in verschiedenen deutschen Konzentrationslagern, darunter Dachau und Buchenwald, Versuche an den Häftlingen durch, die sich mit den Auswirkungen unterschiedlicher Krankheitserreger auf den menschlichen Organismus beschäftigten. Durch das Interesse der Amerikaner an seiner "Arbeit" soll der Freispruch im Nürnberger Ärzteprozess bewirkt worden sein.

Der CIA-Biowaffenexperte Frank Olson war Blumes Kontaktmann und traf ihn bei mehreren Besuchen in Europa zu Beginn der 1950er-Jahre. Als Vorläufer des MKULTRA-Projekts lief im Sommer 1951 die "Operation Artischocke" an, bei der Olson und Blome entscheidende Protagonisten waren:

"Zu Beginn und während des Kalten Krieges versuchten Sowjets und Amerikaner das Wissen von damaligen NS-Ärzten und Wissenschaftlern zu Verhören an Gefangenen durch Verabreichung von Drogen wie LSD, Marihuana und Heroin, aber auch Folter und Hypnose in Erfahrung zu bringen. Einige dieser Verhöre endeten mit dem Tod des Gefangenen. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand waren die Möglichkeiten über den Einsatz als biologische oder chemische Waffen.

Erstmals fanden im Jahr 1952, im Auftrag der CIA, in der damaligen Villa Schuster am Rande der Stadt Kronberg im Taunus, heute bekannt unter dem Namen Haus Waldhof, Verhöre an Gefangenen statt, bei denen Folter, Drogen und Hypnose angewandt wurden. Aufzeichnungen belegen, wie russischen Agenten Mittel verabreicht wurden, um sie einer Gehirnwäsche zu unterziehen und um so Geheimnisse und Informationen zu erlangen.
Die Anfänge der Operation Artischocke gehen auf das Jahr 1945 zurück, wonach während der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau die Überlebenden den US-Ärzten von schrecklichen Experimenten mit Drogen, Krankheitserregern (Malaria, Pest und Fleckfieber) und Chemikalien (Phenol und verschiedene Chloride) an Häftlingen berichteten. Kurz darauf wurde im Schloss Kransberg nördlich von Frankfurt die wissenschaftliche Elite der Nationalsozialisten verhaftet und unter dem Namen Operation Dustwind verhört. Unter den Kransberg-Gefangenen waren auch jene Wissenschaftler, die im KZ Dachau die Versuche an den Häftlingen machten. Der bekannteste NS-Arzt war Kurt Blome, der vom Militärtribunal durch Intervention der CIA, trotz erdrückender Beweislast, die sich nicht zuletzt durch ein offenes Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu Adolf Hitler auszeichnete, freigesprochen wurde, um ihn im Gegenzug in eigene Dienste zu stellen. Heute weiß man, dass seine Arbeit maßgeblich zur Entwicklung von Biowaffen auf amerikanischer Seite beigetragen hat. Ein weiterer Wissenschaftler, Frank Olson, war ebenfalls maßgeblich an der Entwicklung der Stoffe beteiligt.

Im Verlauf der „Cooperation“ erlangte die CIA eine Menge fundiertes Wissen über B- und C-Waffen. Es fanden mit den Erkenntnissen von Kurt Blome, Frank Olson und anderen NS-Wissenschaftlern Waffenexperimente mit Krankheitserregern, u.a. auch mit Anthrax, in der Karibik und in Alaska statt. Man ging sogar soweit, mit den Biokampfstoffen auf eigenem Boden, in der San Francisco Bay, zu experimentieren. Man wollte herausfinden, wie die Stadt auf einen B-Waffenanschlag der Sowjetunion reagieren würde."

Im Zusammenhang mit seiner Arbeit für Operation Artischocke war Frank Olson auch bei Verhören von sowjetischen Gefangenen und als Doppelagenten verdächtigten Geheimdienstmitarbeitern zugegen. Angesichts der äußerst brutalen Vorgehensweise, bei der es auch zu Todesfällen während der Folterung kam, war Olson zutiefst erschüttert. Im Sommer 1953 reiste er ein weiteres Mal nach Europa und war im August in Berlin erneut Zeuge mehrerer brutaler Verhöre, bei denen Folter und Drogen zur Anwendung  kamen. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten vertraute er einem Freund und Kollegen, Norman Cournoyer, in Fort Detrick an, dass er über das Handeln der CIA empört wäre und darüber nachdenke, die Organisation zu verlassen.



Im November 1953 nahm Olson am Treffen einer Gruppe von CIA-Agenten in einem Schlupfwinkel auf dem Lande teil, wo sie über ihre Arbeit diskutierten. Danach wurde Olson durch die CIA vermutlich als Sicherheitsrisiko eingestuft. Man gab ihm einen Drink, der LSD enthielt und als er sich unter dem Einfluss der Droge befand, wurde auch er einem Verhör ausgesetzt, bei dem Artischocken-Techniken zur Anwendung kamen, eine vermutlich äußerst unangenehme Erfahrung.

Eine Woche später hielt sich Olson in Raum 1018A im Hotel Statler (zu jener Zeit der Name des Hotels Pennsylvania) auf, unter der Aufsicht eines CIA-Arztes namens Richard Lashbrook. Der Hotelmanager Armond Pastore hörte einen draußen einen dumpfen Schlag und lief hinaus, wo er Olson sterbend auf dem Gehsteig fand, nachdem er aus dem 13. Stock gefallen war. Später fand der Manager heraus, dass eine Telefonverbindung vom Anschluss in Raum 1018A zu einer Nummer auf Long Island hergestellt wurde, bei der der Anrufer nur folgendes gesagt haben soll: "Olson's gone" (Olson ist tot).

Die CIA behauptete, dass Olson durch das geschlossene Fenster gefallen und zu Tode gestürzt sei. Allerdiings ergab eine 40 Jahre später durchgeführte Autopsie an der exhumierten Leiche, dass der Schädel eine Verletzung aufwies, die von einem Schlag auf den Kopf herrühren könnte, während Schnittverletzungen am Körper durch zerbrochenes Glas nicht festgestellt wurden. Es scheint, als ob Olson von einem Schlag auf das Haupt getroffen wurde (möglicherweise nach vorheriger Betäubung) und durch das Fenster hinaus 13 Stockwerke hinab zu Tode gestürzt wurde, genau so, wie es in einem CIA-Handbuch empfohlen wird.

Olson arbeitete während des Koreakriegs in Fort Detrick und es gibt Spekulationen, dass die Vereinigten Staaten bakteriologische Waffen gegen koreanische und chinesische Soldaten und Zivilisten eingesetzt haben. Wenn dieses so war, so mag Frank Olson als Biowaffenexperte der CIA davon gewusst haben. Die CIA wiederum mag geglaubt haben, dass ein Risiko bestand, dass er seine Kenntnisse der Öffentlichkeit offenbaren könnte, das was er über die Aktivitäten der CIA im Koreakrieg wusste und über die brutalen Experimente mit Verhörtechniken. Hierin könnte der Grund dafür gelegen haben, dass er ermordet wurde.



Gehen wir noch einen Schritt weiter und werfen einen weiteren Blick auf die Ereignisse im Hotel Statler / Pennsylvania:

In den frühen Morgenstunden des 28. Novembers 1953, hörte Armand Pastore, der Nachtmanager des Statler Hotels in New York, das klirrende Geräusch von zerbrechendem Glas und dann einen dumpfen Aufschlag auf dem Gehsteig draußen vor seinem Hotel. Er rannte hinaus und fand dort einen Mann mittleren Alteres, der halb bewußtlos auf dem Boden lag. Als Pastore nach oben blickte, sah er einen Lichtschein aus einem zerbrochenen Fenster, das zu einem Raum im 13. Stock des Hotels gehörte. Er kniete sich neben dem Mann nieder, hielt dessen Kopf in seinen Händen und beugte sich näher zu ihm hinunter, als der Mann einen Versuch unternahm, um zu sprechen, jedoch starb. Er war offensichtlich aus dem Fenster gesprungen, ein weiterer Selbstmord in einer Stadt, wo Sprünge von Wolkenkratzern zwar schockierend waren, aber keine außergewöhnlichen Ereignisse. Die gerichtliche Untersuchung würde sicherlich Selbstmord feststellen - Dr. Frank Olson, ein Wissenschaftler der United States Army, hatte aus Gründen, die keiner nachvollziehen kann, Selbstmord begangen. Und genau das war es, was die Akte für die nächsten 22 Jahre als Untersuchungsergebnis verkündete.

Demnach hatte Olson einen durch Chemikalieneinwirkung verursachten psychotischen Flashback erlitten, eine Woche nachdem man ihn einer Dosis LSD ausgesetzt hatte. Dieses sagte ein CIA-Arzt namens Richard Lashbrook, der beauftragt worden war, Olson zu beaufsichtigen, bis er sich wieder normal verhielt. Lashbrook teilte sich das Hotelzimmer mit Olson und schlief in dem anderen Bett, als er, wie er sagte, durch den Klang von zerbrechendem Glas wach wurde und feststellte, dass Olson durch das Fenster gestürzt war.

Eric Olson, der Sohn von Frank Olson, war mit dieser Version der Ereignisse niemals wirklich zufrieden, aber er hielt sich zunächst zurück, um seine Mutter nicht unnötig zu belasten. Nachdem diese aber 1994 verstorben war, entschied er sich, die Wahrheit über den Tod seines Vaters herauszufinden. Experten teilten ihm mit, dass sein Vater, um den selbstmörderischen Fenstersturz auszuführen, sich über den Heizkörper unter dem Fenster hätte schwingen  und dann die geschlossenen Jalousien durchbrechen müssen und dass er, um zuletzt auch noch durch das schwere Fensterglas des Hotels zu dringen, eine Geschwindigkeit von mehr als 30 km/h benötigt hätte. Ein trainierter Läufer benötigt etwa 50 Meter, um eine solche Geschwindigkeit zu erreichen. Das Hotelzimmer war jedoch nur fünfeinhalb Meter lang.

Als nächstes fiel das merkwürdige Verhalten von Dr. Lashbrook auf, als der Hotelmanager Pastore das Zimmer aufsuchte, um ihm mitzuteilen, dass sein Kollege tot auf dem Gehsteig unten lag. Lashbrook ging an das Telefon, wählte eine Nummer und sagte nur "Olson ist tot". Dann legte er auf und kehrte in das Badezimmer zurück, wo er sich auf der Toilette niederlies und den Kopf in den Händen vergrub.

Die viele Jahre später durchgeführte Autopsie deutet darauf hin, dass Olson vermutlich mit einem schweren Gegenstand, vielleicht einem Hammer, an der linken Seite des Kopfes getroffen wurde, wo man ein Hämatom fand. Dann wurde der gleiche Gegenstand vermutlich genommen, um die Scheibe zu zerschlagen, bevor Olson aus dem Fenster stürzte.





Der Sohn von Frank Olson betriebt eine umfangreiche Webseite, die sich sehr ausführlich und aus vielen unterschiedlichen Perspektiven mit dem Fall befasst:

Frank Olson war nicht der Einzige, der einen (Fenster)Sturz erlitt:

Ein interessanter Artikel über John Mulholland, einen Zauberkünstler, der die CIA hinsichtlich der technisch perfekten Durchführung von Täuschungsmanövern beriet und in dem auch auf den Fall von Frank Olson eingegangen wird.

Und schließlich noch ein Artikel über den deutschen TV-Film der ARD, der sich unter anderem auch mit dem Tod von Frank Olson beschäftigt hat.

Und um das Ganze schließlich angemessen zu beenden, folgt nun noch der zuvor erwähnte TV-Film mit dem Titel "Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA". In fünf Teilen.









Keine Kommentare:

Kommentar posten