Samstag, Mai 07, 2011

Gelbfieber in New York


Mike hat bei NYC Total in den letzten Tagen mehrfach über die neue zukünftige Generation der Yellow Cabs berichtet, die bald die Straßen von New York erobern werden. Manhattan ist ohne Taxis auf der Straße kaum vorstellbar, auf jeden Fall schwer unvollständig. Ich habe mal ein bisschen herumgegraben, um mehr über die Vergangenheit herauszufinden.


104 Jahre scheinen die New York Cabs mittlerweile alt zu sein, seit den 1960ern sind sie einheitlich gelb und die Firma Checker war für die klassische Generation der Yellow Cabs verantwortlich, die Firma Ford für die noch aktuelle Erscheinung. Hier ist ein Text, der vor vier Jahren im Focus anlässlich des 100. Geburtstag erschienen ist.
http://www.focus.de/auto/autoaktuell/100-jahre-new-york-taxi_aid_54062.html


"100 Jahre New-York-Taxi
Amerikanisches Gelbfieber
Samstag, 21.04.2007, 09:26 · von FOCUS-Online-Autor Stefan Grundhoff

Die asphaltierten Lebensadern von New York sind überfüllt. Knapp 13 000 Taxis pressen sich Tag für Tag durch die dunklen Häuserschluchten. Die gelben Crown Victorias sind in Big Apple das Fortbewegungsmittel Nummer eins – und feiern ihren 100. Geburtstag.


Klar hat Akturk Ertugnur mitbekommen, dass ein Jubiläum gefeiert wird. Das Empire State Building erstrahlte eine Woche lang im gelben Schein – 100 Jahre New-York-Taxi. Ein Dankeschön der Acht-Millionen-Metropole an die gelben Ameisen, die sie am Leben erhalten. „Ich fahre fast jeden Tag“, erzählt Akturk Ertugnur, „immer von fünf bis fünf Uhr – manchmal auch etwas weniger.“ Der Endvierziger sitzt in seinen orangegelben Ford Crown Victoria und poltert im Schritttempo hinauf Richtung Central Park – zum x-ten Mal heute. Angesichts der zerütteten Straßen ist es kein Wunder, dass der 240 PS starke Ford poltert und quietscht, als sei es seine letzte Tour. „Ich fahre seit 20 Jahren in New York Taxi“, erzählt der fröhlich strahlende Ertugnur, „einen anderen Job kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.“ Er kennt Manhattan wie seine Westentasche und auch Richtung Long Island ist ihm kaum eine Tour fremd – obwohl er zumeist im Süden unterwegs ist und in Brooklyn wohnt.
 
Lebensadern von New York
 
Ertugnur ist einer von Tausenden von Taxifahrern, die in der Hauptstadt der Welt als Chauffeure unterwegs sind. Die Bewohner der Stadt lieben ihre Taxis weit mehr als die eigenen Autos oder die Metro. Und mit einer handvoll Festveranstaltungen feiern die New-York-Taxis in diesen Tagen ihren 100. Geburtstag. Gelb sind sie erst seit den späten 60er-Jahren, als immer mehr illegale Taxifahrer die Straßen von Big Apple bevölkerten und für Unsicherheit bei den Passagieren sorgen. Seither hat die Taxiorganisation ein wachsames Auge auf den Markt. 12 800 Taxis haben eine offizielle Lizenz, die durch eine auf die Motorhaube genietete Plakette gezeigt wird. Doch das Alltagsgeschäft auf den überfüllten Straßen ist hart und mittlerweile fahren die Taxis nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen die immer größer werdende Zahl von Limousinenservices, die sich über Hotels und Firmen ein sattes Stück vom Kuchen abgeschnitten haben.


Nichts geht über Crown Victoria
New York Taxis, das sind in erster Linie Modelle des Typs Ford Crown Victoria. Die aktuellen Fahrzeuge basieren immer noch auf den Urmodell von 1979. Kein Wunder, dass der Crown Victoria von Akturk Ertugnur aussieht, als hätten er schon mehr als zehn Jahre Dienstzeit auf dem Buckel. „Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt bei gerade einmal 3,3 Jahren. In den nächsten Jahren werden Dutzende neuer Hybridmodelle auf den Taximarkt kommen. Die sind sauberer und verbrauchen weniger. Der Ford Crown Victoria schafft mit einer Gallone zwölf bis 14 Meilen“, erzählt Peter Schenkman von der New Yorker Taxiorganisation.


Vans kommen
Derzeit sind von den 12 800 Taxis mehr als 11 500 Fahrzeuge die kantig-gelben Ford-Limousinen, die im Innenraum keinerlei Luxus versprühen. Eine aktuelle Taxiausführung des auch von der Polizei heiß geliebten Crown Victoria kostet stattliche 27 000 US-Dollar. Reparaturen und Instandsetzungen sind allerdings unschlagbar günstig. Doch es bewegt sich etwas auf dem Taximarkt. Der immer noch sehr kleine Anteil von Vans und Hybridmodellen wird größer. Besonders Toyota erzielt mit dem Sienna, einem geräumigen Schiebetürvan, nennenswerte Verkaufserfolge. Zudem sind mehrere SUVs vom Typ Ford Escape mit Hybridantrieb auf der turbulentesten Insel der Welt unterwegs. Tendenz steigend."


Und der bekannteste Taxifahrer von New York, Travis Bickle, darf in der Sammlung natürlich natürlich auch nicht fehlen, der hatte 1976 seinen großen Auftritt:


Weitere Links:
http://www.nypost.com/p/news/opinion/opedcolumnists/can_you_hack_taxi_history_driver_nBUq1rv26mNPnYmwJKu45J
http://www.coachbuilt.com/bui/c/checker/checker.htm


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