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Samstag, April 14, 2012

FDR Highschool Brooklyn in the 70s



Zeit, mal wieder dem Alltagsleben im New Yorker Stadtteil Brooklyn vor knapp 40 Jahren einen Besuch abzustatten. Wir sind schon zweimal auf den Spuren des Fotografen Anthony Catalano durch das Viertel Boroughs Park gewandelt. In den ersten beiden Teilen ging es in erster Linie um den Ort, an dem er aufgewachsen ist und seine Umgebung.
http://nygeschichte.blogspot.de/2011/12/leben-in-brooklyn-wahrend-der-70er.html
http://nygeschichte.blogspot.de/2012/02/life-in-brooklyn-while-70s-part-2.html

Den Flickr-Photostream, dem ich die Bilder entnommen habe, findest Du hier:
http://www.flickr.com/photos/badwsky/


Heute werfen wir mal einen Blick auf den Ort, an dem er seine High School - Jahre verbracht hat. Die Franklin Delano Roosevelt High School in Brooklyn liegt ein paar Straßenblocks südöstlich von dem Ort, an dem Anthony Catalano wohnte (roter Pfeil).


Nun will ich aber schweigen und stattdessen die Bilder für sich sprechen lassen, die Anthony Mitte der 1970er in seinen letzten Schuljahren aufgenommen hat. Interessante Dokumente des Schulalltags in der Metropole New York.


























Donnerstag, März 15, 2012

Brooklyn Bridge meets Floating Crane


Das historische New Yorker Bauwerk wurde vorgestern am späten Abend durch einen vorbeifahrenden Schwimmkran gekratzt, musste ich aus meiner online-Tageszeitung erfahren. Seht selbst:
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/kran-reisst-unterseite-der-brooklyn-bridge-auf-1.2753768

Das die halbe Unterseite von Wellblechplatten verhüllt ist, hängt damit zusammen, dass bereits seit längerem Renovierungsarbeiten an der Brücke stattfinden. Bei unserem Aufenthalt in New York Ende September 2010 war die Brücke noch umfangreicher eingepackt, mit der Folge, dass die halbe Überfahrt über die Brücke ohne Sicht auf die Umgebung war.


Aber nun ein Blick auf das, was die Rheinische Post zum Ereignis schreibt:

Ein Schwimmkran passte nicht unter die New Yorker Brooklyn Bridge hindurch und riss bei der Passage am späten Dienstagabend (Ortszeit) die Unterseite der Brücke meterweit auf. Die bei Touristen beliebte und für den innerstädtischen Verkehr wichtige Brücke zwischen Manhattan und Brooklyn wurde etwa drei Stunden lang gesperrt.


Der Schaden betraf allerdings nur ein Baugerüst und Verkleidungen, die Struktur der Brücke selbst blieb intakt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Barkasse mit dem Kran im Schlepp war stromabwärts unterwegs und nach dem Unfall einfach weitergefahren. "Ich habe gehört, wie das Teil die Brücke aufriss und wie Bruchstücke runterfielen und so", zitiert der Sender NY1 einen Teenager. Von der Feuerwehr hieß es, New York habe noch einmal Glück gehabt: "Wenn der Kran etwas höher gewesen wäre, wenn Flut gewesen wäre, dann wäre die Brücke richtig stark beschädigt worden. Aber so bekommen wir das wieder in den Griff." Die Barkasse konnte gestoppt werden.

Die Brooklyn Bridge gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen New Yorks und zumindest ihre Idee ist Made in Germany. Konzipiert hat sie John Augustus Roebling, der als Johann August Röbling 1806 in Preußen geboren worden war. Als er 1869 zu Beginn der Bauarbeiten starb, setzten sein Sohn und schließlich dessen Frau die Arbeiten fort. Tausende Touristen nutzen jeden Tag den Spaziergang über den East River von einer Seite New Yorks in die andere. Für die New Yorker ist sie eine wichtige Verkehrsader, deren Sperrung den Verkehr im Süddteil der Stadt erheblich bremst.

Hier noch ein paar Bilder von der Unglücksstelle:




Dienstag, März 13, 2012

Brooklyn Army Terminal


Der Macher von Scouting New York hat mal wieder eine hochinteressante Reise in ein sehenswertes altes Gebäude unternommen, in diesem Fall in einen Militärdepot der amerikanischen Streitkräfte mit Bahnanschluss. Der ungewöhnliche Komplex entstand gegen Ende des ersten Weltkriegs.
http://www.scoutingny.com/?p=5127


Die Planungen stammten von Cass Gilbert, dessen bekanntestes Gebäude in New York das Woolworth Building sein dürfte. Auch das New York Life Building, das Nachfolgegebäude auf dem Grundstück, auf dem bis 1925 die ersten zwei Madison Square Gardens standen, geht auf Gilbert zurück.

Ich möchte an dieser Stelle nur noch auf die Suche nach dem Standort des Gebäudes gehen, die Innen- und Außenansichten findest Du bei Scouting NY.

Man findet die Anlage im Westlichen Brooklyn in der Nähe des Hafenbeckens.




Von der 2nd Avenue in Brooklyn aus, die in der Nähe vorbeiführt, habe ich zwei Aufnahmen des Gebäudekomplexes mit Hilfe des Google Street Views gemacht, um einen Eindruck von der Gegenwart zu erhalten.



Mit zwei Luftaufnahmen, einer historischen und einer aktuelleren endet der Beitrag.



Bilderquellen: Scouting NY, Google Maps, Google Street View, Google Picture Search (picture sources)

Sonntag, Februar 12, 2012

Life in Brooklyn while the 70s - Part 2


Am zweiten Weihnachtstag im letzten Jahr habe ich schon mal einen ausgiebigen Blick auf das Leben in einer Nachbarschaft während der 1970er geworfen, die man im Stadtteil Borough Park in Brooklyn findet. Zu diesem Ort, dieser Zeit und den dort lebenden Menschen geht es jetzt ein weiteres Mal. Falls Du den ersten Teil nicht kennst, Dich nicht mehr erinnerst oder nochmal nachschauen möchtest, hier ist der Pfad dorthin:
http://nygeschichte.blogspot.com/2011/12/leben-in-brooklyn-wahrend-der-70er.html

Die gezeigten Bilder stammen aus der nachfolgenden Quelle (picture source), sie wurden vor gut 35 Jahren von dem Fotografen Anthony Catalano aufgenommen, der damals in diesem Viertel gelebt hat.
http://www.flickr.com/photos/badwsky/


Im ersten Teil des Beitrags habe ich bereits festgestellt, dass das schmucke alte Holzhaus, vor dem die Jugendlichen hier sitzen, nicht mehr steht. Als ich mich gerade mal wieder in die fotografische Umgebung hineingetastet habe, sind mir mehr Informationen über das Gebäude in die Hände gefallen, so dass ich das Ganze auch mit einer schönen kleinen "Gone Building"- Info verbinden kann.
http://www.flickr.com/photos/badwsky/sets/72157613126837663/


Dieses schöne alte Haus, in dem der Fotograf Anthony Catalano seine Kindheit und Jugend verbrachte, wurde 1855 von einer niederländischstämmigen Familie mit dem Namen Snowden gebaut, die sich in Brooklyn niedergelassen hatte. Die Erbauer waren Nachfahren der Van Kouwenhoven-Conover-Familie, die bei der Errichtung von Neu Amsterdam eine bedeutsame Rolle gespielt hatte.

Die bis 1898 selbstständige Stadt Brooklyn, im Südwesten auf der großen Insel "Long Island" gegenüber von Manhattan zu finden, war genauso wie die Stadt New York ursprünglich einmal von niederländischen Siedlern gegründet worden. Die Siedlung Breuckelen wurde 1634 gegründet und war nach einer Stadt in der Nähe von Utrecht benannt. Anthony Catalano selber schreibt in einer Bildbeschreibung, dass die Kouwenhouven-Familie auch an der Gründung von New Utrecht mitgewirkt hat, aus dem nach der Zusammenlegung (mit Breuckelen nehme ich an) dann das spätere Brooklyn wurde.

1984 veröffentlichte eine Schwester des Fotografen noch einen Artikel über ihr Elternhaus in einer Brooklyner Lokalzeitung:


Doch die Geschichte des Gebäudes endete bereits zwei Jahre später nach 131 Jahren mit dem Abriss.


Gleich sehen wir hier noch ein paar weitere Aufnahmen des alten Hauses aus verschiedenen Blickwinkeln und Zeiten. Zuerst eine ältere Aufnahme, vermutlich aufgenommen in den 1940ern. In der ausführlichen Bildbeschreibung kann man noch einiges über die Geschichte des Hauses und der Familie erfahren, die von 1945 bis 1985 darin wohnte. Neben der Familie des Fotografen waren noch zwei weitere Familien in den unterschiedlichen Etagen des Hauses untergebracht. Man beachte auch den Baum vorne an der Straßenecke, der auf den späteren Aufnahmen nicht mehr vorhanden ist.


1301-57th Street Boro Park, Brooklyn NY USA (built in 1855) ZIP 11209 The Blythbourne Post Office used to be right across 13th ave next the St Frances de Chantal Elementary School where mom used to teach and where I attended for 8 years, graduating in June 1973. This home was built with relatively-speaking, "Old Money". It was my family's home from 1945 to 1985. I was born in 1959 so I remember it well. Moving out and seeing it demolished was like losing a family member. My grandparents worked hard for 20 years to buy it for $4000. They lived in a cold-water flat 5 blocks away. The past owner lost it due to horse-gambling and a local lawyer put it up for sale. Grandma would pass by this house every time she went to St. Frances Church diagonally across the street, dreaming that she'd one day live in it. In my opinion it is the epitome of class built by a dutch family in 1855 by the name of Snowden-Kowenhoven. If you look on an old 1840s map of Brooklyn, you would see that they owned what would be now an amount of land worth tens of billions. This plot however was only 60x100ft. BTW, This is how columns are to be used. The upset in balance was perhaps a "Bay window" room on the left that was a later 1890s add-on ordered by the priest who had this home MOVED five blocks to be closer to his parish church in 1909. I once met a guy in his late 70s in the late 1970s who remembered watching it being moved on railroad tracks while sitting on railroad ties while eating penny candy with his pals. The row homes behind it were built around 1915. The wooden ones to the right are from the late 1880s to about 1905. I was a Member of the Boro Park Historical Society for a short time. I will post a picture of my old house BEFORE it was moved and one of it in the early 1930s! I thought that the car on the right was my Uncle Frank's top-of-the-line Buick. Grandma's brother was a Buick man, but it has been pointed out to my that it is a Fraser model. Zooming in I agree that it is. I have some other pictures with the Buick, so I hastily labeled it. Hey if you notice, you didn't have to circle the block for a spot back then! BTW: I never saw that tree on the corner, it had been removed before I was born. A huge black cherry tree was grown on the left 13th ave side of the house a bit taller that the house that probably producer hundreds of dollars of cherries in the 70s!


Auf der Aufnahme oben sieht man die Generation der Bewohner anno 1945 im Garten auf der Südostseite des Gebäudes. Im Hintergrund die markante Hochbahntrasse, die dieses Viertel von der Optik und auch von der Geräuschentwicklung sicherlich bedeutend mitgeprägt hat.

Unten sieht man die Mutter des Fotografen 1948 vor ihrer Prom Night, dem berühmten amerikanischen Schulabschlussball, einmal auf der Veranda an der Nordwestseite, einmal im Garten an der Südostseite.



Weiter geht es mit Aufnahmen aus der zweiten Hälfte der 1970er, die wieder von Anthony Catalano selbst stammen.






Die nächsten zwei Aufnahmen führen uns in das Innere des Hauses, in das Wohnzimmer und in die Küche, in der man nochmal die Mutter des Fotografen sieht.



Die folgenden Aufnahmen konzentrieren sich auf den Teil des Grundstücks im Südwesten des Hauses, auf den Garten und den Anbau:





Auf dem letzten Bild und auf den folgenden beiden Aufnahmen sieht man den Fotografen Anthony Catalano in persona, oben auf der Treppe am Nebeneingang, unten auf der Veranda vor dem Haus.



Die nächste Aufnahme, die nochmal ein schönes Panorama der Ansicht mit dem alten Haus bietet, nehme ich als Grundlage für den Vergleich mit der Gegenwart, auch wenn dieser schon im ersten Teil einmal zu sehen war. Jetzt, wo wir mehr über das verschwundene alte Haus erfahren haben, ist die Gegenüberstellung meiner Meinung nach noch mal passend.


Dieses Mal nähere ich mich dem Ort des Geschehens kartenmäßig mal nicht mit Google Maps an, sondern mit NYCityMap an ( http://gis.nyc.gov/doitt/nycitymap/ ). Interessanterweise entdeckt man bei Vergrößern auch den Namen "New Utrecht", das heute keine eigene Siedlung, wohl aber ein Stadtteil auf dem Gebiet von Brooklyn ist.




Die oben bereits gezeigte Aufnahme entstand, während der Fotograf auf der Westecke der Kreuzung 13th Avenue / 57th Street in Brooklyn stand. Die New Utrecht Avenue, die östlich die 57th Street schneidet, ist jene Straße, über die die Hochbahntrasse führt.



Und so sieht es dort heute aus. Da der Street View von Google in seinen Perspektiven eingeschränkt ist, kann ich die genaue Position des Fotografen nicht ein zu eins rekonstruieren. Ich werde ein paar Mal den Standort wechseln, um alle Ansichten, die man auf der Weitwinkelaufnahme oben sieht (oder auch nicht sieht), wiederzugeben.

Das erste Bild entstand etwas weiter südlich, von der 57th Street sieht man hier sehr wenig, dafür aber mehr von der 13th Avenue als auf dem alten Bild oben, einschließlich dem weiteren Verlauf der Hochbahntrasse über der New Utrecht Avenue. In der Bildmitte das Haus, das auf dem Grundstück anstelle des alten niederländischen Holzhauses errichtet wurde, rechts das Haus, das oben auch am rechten Bildrand zu sehen ist mit dem weißen Sockel.


Die nächste Position befindet sich auf Höhe der 57th Street und blickt die Straße in östliche Richtung hinunter (einmal nahe, einmal etwas weiter weg):



Die dritte und letzte Position schließlich blickt von nördlicher Richtung auf die Kreuzung, damit man auch mal sieht, wie es im Süden aussieht. In der rechten Bildmitte hinter dem Schulgebäude ganz rechts und hinter dem Grünzeug eines Straßenbaums sieht man einen Teil der dort befindlichen Kirche "St Frances de Chantal Parish Church".



Der Neubau auf dem Grundstück stammt übrigens aus dem Jahr 1989, wie man über die Grundstücksinformationen bei NYCityMap erfahren kann:




Nach dem Ausflug in die Gegenwart geht es jetzt wieder zurück in die Vergangenheit, in die zweite Hälfte der 1970er. Die folgenden Aufnahmen stammen ebenfalls aus der Sammlung von Anthony Catalano und wurden im näheren oder etwas weiteren Umfeld der 57th Street zwischen 13th Avenue und New Utrecht Avenue aufgenommen. Da die Bilder ihre jeweilige Geschichte auch problemlos selber erzählen können, verzichte ich auf weitere Bildbeschreibungen.