Der Betreiber der Seite Neuwied-Feldkirchen.net hat ein überarbeitetes Video über das verschwundene Örtchen Rockenfeld ins Netz gestellt. Über Rockenfeld hat es hier im Blog in den letzten Monaten schon zwei Beiträge gegeben.
Eine Sammlung von Bildern, Filmen und Texten zur Geschichte von New York City. Über Hochhäuser, Straßen, Bahnen, Inseln und Menschen. Für Anregungen und Kommentare bin ich jederzeit dankbar. Gruß vom Schädel.
Montag, Januar 31, 2011
The International Magazine Building
Einer Sache wollte ich schon seit längerem mal auf den Grund gehen: Nämlich, welche Geschichte eigentlich dieser seltsame Glasturm mit der klassischen Basis an der Ecke 57th Street / 8th Avenue hat, der einem unweigerlich ins Auge springt, wenn man sich am Columbus Circle aufhält und der mir bei meinem Besuch 2006 das erste Mal aufgefallen ist.
Die Geschichte beginnt Ende der 1920er, als Zeitungsverleger und Multimillionär William Randolph Hearst bei dem Architekten Joseph Urban ein 13stöckiges Bürogebäude in Auftrag gibt. Der Bau startet 1928, endet aber schon nach 6 Stockwerken, weil die Great Depression auch den Multimillionär kalt erwischt hat. Das Bauwerk kostete 2 Millionen Dollars, bot 40.000 sq.ft. Bürofläche und trug den Namen "The Internation Magazine Building".
Dann passierte erst einmal lange Zeit gar nichts. Die 1930er zogen ins Land, danach die 1940er, die 1950er und die 1960er...
... es folgten die 1970er, die 1980er, die 1990er und schließlich der große Jahrtausendwechsel.
Und mit dem Millenium kam auch die Bauwut zurück. Wikipedia:
"Im Jahre 1999 entschied sich die Hearst Corporation einen neuen Firmensitz in Manhattan zu planen. Anstelle eines Neubaus entschied man sich das alte Gebäude komplett umzuplanen und zu erneuern. So blieb die alte Fassade des Gebäudes erhalten. Das Innere des Gebäudes wurde entkernt und in das alte Gebäude wurde der neue Hearst Tower eingesetzt."
Der 19. Juli 2003:
Der 16. Mai 2004:
Der 04. September 2004
Und so langsam kann man erkennen, was es mal werden soll, was sich Architekt Norman Foster da ausgedacht hat.
Aus dem International Magazine Building wurde das "Hearst Magazine Building" oder auch kurz "Hearst Tower", heute sicherlich eines der markantesten Gebäude in Midtown Manhattan. Es wurde im Mai 2006 eröffnet und verfügt über einen grünen Daumen als wahrscheinlich umweltfreundlichster Büroturm in New York.
Quellen: Google und
http://www.nyc-architecture.com/MID/MID124.htm
http://tmagazine.blogs.nytimes.com/2009/02/24/urban-un-planning-form-follows-finance/
http://en.wikipedia.org/wiki/William_Randolph_Hearst
http://de.wikipedia.org/wiki/Hearst_Tower_(New_York_City)
A new Metropolitan Opera
Vielleicht ist es mal wieder an der Zeit, einen Blick auf ein Gebäude zu werfen, das es zwar bis ins Entwurfsstadium geschafft hat, das aber in der geplanten Form nicht realisiert wurde.
Die alte Metropolitan Opera befand sich von 1883 bis 1966 direkt am Broadway zwischen dem Herald Square im Süden und dem Times Square im Norden auf dem Straßenblock zwischen der 39th und 40th Street.
Aber bereits Mitte der 1920er wurde ein Neubau mit monumentalen Ausmaßen geplant, der von dem Architekten Joseph Urban 1926/27 entworfen wurde. Das Gebäude sollte auf einem Grundstück an der 57th Street zwischen 8th und 9th Avenue entstehen.
Im Originalton hört sich das so an:
"For sheer theatricality, however, nothing in Urban's work surpasses his schemes for a new Metropolitan Opera House. It is the embodiment of his belief that "a theater is more than a stage and auditorium. It is a place in which to experience a heightened sense of life. Otto Kahn, the chairman of the Metropolitan's board of directors, began planning for a new opera house in the mid–1920s. Of the several sites under consideration, one on West 57th Street between Eighth and Ninth avenues seemed the most feasible. Urban sought an architecture that would be as radical as Wagner's theater at Bayreuth and yet one in which the social functions and spaces – foyers, smoking rooms, rest rooms, dining areas – were to be carefully considered. "The purpose back of the building of a new opera house today," declared Urban, "must be to find an architectural form so free that it can in turn set free every modern impulse which would tend to heighten and develop the form of grand opera, to make it not grandiose but grand, majestic, as large in spirit as in scale." Urban's several proposals do, in fact, possess breathtaking grandeur, theatricality, and splendor. The exterior was almost fortress like, the interior suggested a cathedral. But his plans may also be seen as excessive, even vulgar – at least one critic likened it to Albert Speer's creations for Hitler. Ultimately, it was a theatrical vision for a theatrical space. Yet, because of disagreements among board members, rivalries among architects, disputes over accommodations for patrons (Urban's plan to extend the stage the entire width of the theater would have eliminated the side boxes), and ultimately financial difficulties and the Depression, the project was never realized"
Meinungsverschiedenheiten und die Finanzkrise gegen Ende der 1920er führten dazu, dass Urbans Neubau über das Projektstadium nicht hinauskam und der alte Theaterbau noch weitere vierzig Jahre in Betrieb blieb.
Der nun folgende Alternativ-Entwurf für einen Neubau der Met stammt ebenfalls aus den 1920ern, der Architekt Harvey Wiley Corbett schuf ihn 1928, in diesem Fall war die Lage des Opernhauses wohl dort, wo heute das Rockefeller Center steht.
Der Neubau entstand schließlich Mitte der 1960er und wurde 1966 bezogen. Die Metropolitan ist seit dem ein Teil des "Lincoln Center for the Perfoming Arts" und befindet sich zwischen Columbus und Amsterdam Avenue im Westen und Osten sowie der 62nd und 65th Street im Süden und Norden.
Quellen: Google, Corbis und
http://www.columbia.edu/cu/lweb/eresources/archives/rbml/urban/architectOfDreams/text.html
http://edoc.hu-berlin.de/histfor/8/PHP/Beitraege_8-2006.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Metropolitan_Opera
http://en.wikipedia.org/wiki/Metropolitan_Opera
Donnerstag, Januar 27, 2011
Jacob's Ladder
Na schön - etwas Gutes hatte die unfreiwillige Internet-Abstinenz dann doch. Ich habe die Zeit genutzt, um mal wieder ein paar sehr alte Video-Kassetten hervorzukramen und zu besichtigen. Wie zum Beispiel eine mit dem Film "Jacob's Ladder", den ich schon 10 Jahre oder länger nicht mehr angesehen hatte.
Der vor gut 20 Jahren entstand und größtenteils in New York City spielt. In einem seltsam menschenleeren, unwirklichen und alptraumhaften New York. Ich hatte ganz vergessen, wie gut der war. Und war erstaunt, wen ich darin alles wiederentdeckt habe. Unter anderem einen meiner absoluten New Yorker Lieblingsschauspieler, Danny Aiello, aber auch Morpheus und Kevin.
wieder da
"The Bronx is burning - ich kann es nicht mehr sehen!" hat mir am letzten Samstag noch eine hochgeschätzte Blogleserin mündlich persönlich mitgeteilt. An alle, denen es genauso gegangen ist: sorry, sorry, sorry.
Diese zweiwöchige Pause war nicht geplant. Genau auf den Tag vor zwei Wochen ist hier das Kabelnetz für ein paar Tage zusammengebrochen, was ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste. Und bei meinen Bemühungen, wieder in das nicht mehr erreichbare Netz hineinzukommen, habe ich wohl unwissend meine Netzwerkkarte deaktiviert. Netzwerkkarte, ich wusste bis vor wenigen Tagen noch nicht mal, dass es sowas gibt. Zum Glück war es nicht der erwartete Hardwareschaden, sondern nur eine Frage der Einstellung.
Ich hoffe mal, dass die Neu-Einstellung auch mein Problem in der Homebase löst, dann könnte ich nämlich mal wieder am Wochenende schreiben. Ansonsten dauert es bis zum nächsten Eintrag hier vermutlich noch bis kommende Woche.
Grüße vom Schaedel.
Montag, Januar 10, 2011
The Bronx is burning (1972)
This is an excerpt from the 1972 documentary inspired by Dennis Smith's best seller "Report From Engine Co. 82.". The complete 51 minute film is available on DVD. Go to ebay and search for "FDNY The Bronx is Burning 1972 documentary"
Samstag, Januar 08, 2011
Hotel Astor 1916
Zeit, mal wieder ein Shorpy-Bild einzutauchen. Dieses Mal geht es an den Times Square im Jahr 1916 und zu einem der klassischen Gebäude, die den Times Square von Beginn an mitgeprägt haben. Leider auch wieder ein Gebäude der Kategorie "gone not forgotten".
http://www.shorpy.com/Hotel-AstorDie Songlines über das Hotel Astor:
"The building (Astor Plaza) replaced its namesake, the Astor Hotel, a well-loved Times Square landmark. Built in 1904 by William Waldorf Astor, the hotel housed such celebrity residents as Toscanini, Will Rogers, Jimmy Durante and Carmen Miranda. It was here, according to Cole Porter, that Mimsie Starr got pinched in the Astor Bar."
http://www.nysonglines.com/broadway.htm#42st
Die Geschichte des Gebäudes endete 1967 mit einem Abriß, um Platz für einen neues 50stöckiges Bürogebäude zu schaffen, dem One Astor Plaza:Mehr Informationen über das Hotel Astor kann auf dieser Seite von NY Architecture nachlesen.
Nach der Einführung kommen wir nun zurück zum Ausgangspunkt, dem Shorpy-Foto. Wie immer gilt, auch mal auf den Originallink gehen, die Darstellung der Originalgröße bei Shorpy ist beeindruckender als hier bei Blogger. Das Interessante an dem Bild ist die ungewöhnliche Perspektive auf das Hotel, nämlich von oben, vermutlich aufgenommen vom Times Building aus.
Dort auf dem Dach des Hotels befindet sich quasi ein eigenes kleines Universum, das auf den regulären Aufnahmen des Astors gar nicht wahrzunehmen ist.
Dabei scheinen die Gestaltungselemente des Dachgartens symmetrisch angelegt zu sein, jeweils gleich auf der beiden An der Broadwayseite finden wir jede Menge Grünzeug auf dem Dach.
Weiter links sieht man einen kleinen Triumphbogen auf dem Dach, vermutlich ein originell gestalteter Schornstein, der sich sehr gut dort oben macht.
Einen weiteren "Triumphbogen" findet man auch auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes, und auch auf der anderen Seite sieht man eine gestreifte Markise in seiner Nähe.
An der Seite jenseits des Broadways sieht man einen größeren Pavillon, in dem vermutlich kulinarische Schätze dargeboten wurden.
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