Eine Sammlung von Bildern, Filmen und Texten zur Geschichte von New York City. Über Hochhäuser, Straßen, Bahnen, Inseln und Menschen. Für Anregungen und Kommentare bin ich jederzeit dankbar. Gruß vom Schädel.
In das New York der Quasi-Gegenwart führt uns der folgende Film. Beim Stöbern im Saturn des Vertrauens bin ich Anfang der gerade endenden Woche auf die DVD "Ein riskanter Plan" gestoßen. Wir haben hier weder einen Oscar-Kandidaten noch ein Meisterwerk. Aber ich bin der Meinung, dass dieser Film für Fans der Stadt New York auf jeden Fall sehenswert ist. Denn New York spielt hier nicht nur eine unbedeutende Nebenrolle, quasi als spektakuläre Kulisse, sondern ist über weiter Teile des Films präsent. Hier kann sich jeder schon mal einen ersten Eindruck verschaffen:
Bei der Suche nach Bildmaterial zur Lösung des Park Row Building Rätsels (siehe Lower Manhattan Saga Part 14) bin ich auf diesen Kurzfilm gestoßen, den Dokumentarfilmer Robert Flaherty ungefähr in den Jahren 1926-1927 in New York City gedreht hat.
Neben vielen altertümlichen Kränen, Baggern und Schleppern hat die Kamera zum Glück auch den einen oder anderen Gebäudeklassiker eingefangen, so zum Beispiel das Singer Building, das Tribune Building, das World Building und natürlich auch das Woolworth Building, das wiederholt ins Bild gerückt wird. Sicherlich nicht ohne Grund, war es zur Entstehungszeit des Films doch noch das höchste Gebäude der Welt.
Um es mal gleich vorwegzunehmen, nachdem ich in Manhatta (1921) die verschwunden Statuen um die Türme des Park Row Buildings herum wiederentdeckt hatte, sind sie 1926/27 wieder weg:
Aber darüber werde ich mir ein anderes Mal weiter den Kopf zerbrechen.
Etwa zur selben Zeit, zu der dieser Kurzfilm in New York gedreht wurde, entstand unter der Regie von Fritz Lang in den UFA-Studios in Babelsberg der Stummfilm "Metropolis". Die nachfolgenden Standbilder, die ich noch aus dem Film gezogen habe, zeigen ein reales Metropolis, das nicht weniger imposant herüberkommt wie die fiktive Stadt in dem berühmten deutschen Filmklassiker.
Na klar, der Film darf natürlich nicht fehlen, viel Vergnügen:
Zeit für eine neue Folge aus der unregelmäßigen Serie mit Filmen, die in New York City spielen. Das hier ist bestimmt nicht der Gipfel der Filmkunst, aber wohl auch nicht die Talsohle. Außerdem passt der Film gerade so gut, also lass ich ihn mal auf Euch los.
Auf deutsch: "Panik in New York", ein früher Monsterfilm aus dem Jahr 1953. Ich habe dieses Bild oben ausgeschnitten aus irgendeiner Programmzeitschrift jahrelang als Grundschüler aufbewahrt. Dinosaurier in New York, eine fantastische Geschichte!
Und Gruselfilme, die spätabends im Fernsehen liefen, waren für lange Zeit aus den gleichen Gründen völlig unerreichbar wie beispielsweise "Raumschiff Enterprise". Zu aufregend - ansehen verboten. Das ist natürlich schon ewig her, aber ein bisschen hallt der besondere Reiz des Verbotenen immer noch nach. Und als ich jetzt nach langer Zeit mal wieder auf das Foto oben gestoßen bin, habe ich gedacht, dass das auch einen kleinen Slot hier im Blog verdient hätte. Eine fiktive Katastrophe in einem fast sechzig Jahre zurückliegenden New York, das passt doch rein.
Die Geschichte ist schnell erzählt: nach Atomwaffentests in der Arktis stapft ein lebendiger Dinosaurier in der Gegend herum, den es - warum auch immer - viele tausend Kilometer weiter südlich in die Metropole am Hudson River verschlägt. Und dort kann man eine Menge gekaputtmachen, was der wütenden Urechse ganz gut in den Kram passt.
Und der Vergnügungspark auf Coney Island hat eine neue Attraktion, jedenfalls für kurze Zeit.
Erstaunlich, die goldene Ära der 1920er scheint im Moment gerade mächtig hip zu sein. Nach Boardwalk Empire wird demnächst schon wieder ein Kunstprodukt auf den Markt gespült, das in diesem Jahrzehnt verankert ist.
Ich habe den Trailer zu Baz Luhrmans "The Great Gatsby", der nächste Weihnachten als 3-D-Film in die Lichtspielhäuser gelangen wird, gerade eben bei den Bowery Boys entdeckt. Und der Trailer verspricht Bilder des historischen New Yorks, die sicherlich den einen oder anderen Blogleserpuls höherschlagen lassen, auch wenn jeder weiss, dass sie computergeneriert sind. Ob die Gebäude alle an der richtigen Stelle sind und tatsächlich auch in den historischen Kontext des Jahres 1922 passen, habe ich jetzt nicht geprüft, der Originalbeitrag setzt sich mit dieser Frage kritischer auseinander. Ich freue mich einfach nur, wenn mal wieder das alte New York im Kino zum Leben erweckt wird.
Ich habe selbst mal ein paar Vidcaps gezogen als Appetitanreger. Der Trailer folgt dann im Anschluss am Ende des Beitrags.
Ich sehe schon wieder Luftschiffe über New York. Waren die damals eigentlich obligatorisch am Himmel über Manhattan oder warum tauchen die sowohl hier als auch bei Boardwalk Empire auf? Die Brücke, die hier überquert wird, ist die Queensboro Bridge, die über die Insel Welfare Island (oder war es Blackwell's Island, heute jedenfalls Roosevelt Island) von Queens nach Manhattan führt.
Wenn es in das historische New York geht, darf der gute alte Times Square natürlich auch hier nicht fehlen. Die Reklamen links (z.B. Robin Hood mit Douglas Fairbanks) könnten in die Zeit passen. Das Hotel Astor daneben trägt hier den Namen Hotel Sayre. Das nächste Bild stammt von einer sehr kurzen Kamerafahrt über das nächstliche New York. Ob das höchste Gebäude im Bild das Woolworth Building ist (höchstes Gebäude in NYC von 1913 bis 1930), kann man auf die Schnelle nur erahnen. Es müsste aber mit Blick auf die Brüchen im Hintergrund links eines jener Gebäude sein, die man zwischen dem Hochhaus in der Mitte und den Brücken ebenfalls weit im Hintergrund sieht. Stellt sich nur die Frage nach der Identität des Hochauses in der Mitte. Es könnte der Metropolitan Life Tower am Madison Square Park sein. Oder hat jemand noch eine andere Idee?
Zuletzt noch die Bilder einer Verfolgungsjagd unter einer Hochbahntrasse. Ob das hier tatsächlich auch in New York spielt, erschließt sich aus dem Kontext des Trailers nicht, es könnte aber auf dem New Yorker Stadtgebiet gewesen sein.
Ich hoffe, dass uns der richtige Film noch mehr historisches Bildmaterial von New York City gönnen wird. Ich bin jedenfalls gespannt. Hier ist jetzt noch der Trailer:
Ein guter Zeitpunkt, der unregelmäßigen Serie über Filme aus New York einen weiteren Teil hinzuzufügen. Der hier ist vor gut 40 Jahren zwischen Juli und September 1970 entstanden und bietet faszinierende Bilder von New York zu der Zeit, als das World Trade Centers gebaut wurde. Die Hauptdarstellerin Jane Fonda konnte für ihre Rolle bei den Academy Awards 1972 einen Oscar in Empfang nehmen.
Bei so einem interessanten Film darf natürlich Filmmaterial nicht fehlen. Zur Einstimmung gibt es einen Trailer vom Film im amerikanischen Originalton:
Danach einen Film, der zu Beginn der Dreharbeiten entstanden ist (leider nicht einzubetten). http://youtu.be/MSOARZtZbMs
Und hier kann man Jane Fonda sehen, als sie den Oscar gewinnt (leider nicht einzubetten): http://youtu.be/Qlxvt8eJEDE
Picture Sources: Google picture search
Die Bilder wurden über die Google Bildersuche gefunden.
Ich mag die Men in Black-Filme irgendwie. Warum, kann ich ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht, weil die bisherigen zwei auf unaufdringliche Weise eng an die Stadt New York geknüpft waren. In welcher Stadt soll man auch glaubhaft verkaufen, dass sich dort eine nicht unerheblich große Population an außerirdischem Leben aufhält, wenn nicht New York City. Großartig finde ich in dem Zusammenhang die Szene, wo Herr Schmitz auf einem bösartigen Riesenwurm durch eine U-Bahn-Station reitet und dabei so gut wie keine Aufmerksamkeit weckt. In New York kennt man so was eben.
Umso mehr habe ich mich gefreut, zu sehen, dass da ein weiterer Teil in Vorbereitung ist und dass Herr Schmitz dort auch auf den Wasserspeiern des Chrysler Buildings herumturnen darf. Hier ist der Filmtrailer, für alle die ihn noch nicht kennen oder jetzt nochmal ansehen möchten:
Arnie hat noch einen weiteren Film(trailer) ausgegraben, mit dem man einen ausgiebigen Flug über das historische New York unternehmen kann, so wie man es vor 64 Jahren erlebt hat. Mehr über den Film "The Naked City" aus dem Jahr 1948:
Einem weiteren Tipp von Arnie werde ich nun mal folgen, er hat mich auf einen amerikanischen Spielfilm von 1937 aufmerksam gemacht, der ein paar spektakuläre Aufnahmen von New York City enthält, so wie man es vor 75 Jahren erleben konnte. Und das ganze dann auch noch in Farbe, denn der Film wurde in Technicolor gedreht. Hier erst mal ein Trailer zum einstimmen:
Jetzt wollen wir mal ein wenig in den Film schauen und starten am Rockefeller Center:
Das hier finde ich großartig. Bewegte Bilder von einer früheren Inkarnation des Times Squares. Auch schon bunt und wild beleuchtet, aber verglichen mit heute harmlos.
Später dann eine Flugzeugsequenz über dem New Yorker Hafenbacken, über Bedloes Island mit der Freiheitsstatue und über Südmanhattan. Genau hinsehen, denn auch das Singer Building hat den einen oder anderen spektakulären Auftritt bei den Panoramaaufnahmen.
Dann folgen noch Willkommensgrüße über Midtown vor dem Empire State Building und dem Chrysler Building.
Zurück auf der Erde dann weitere Bilder, die aber auch nicht zwingend auf Erdgeschossniveau entstanden sein müssen:
Vor und im Madison Square Garden III, die Version, die von 1925 bis 1968 die Unterhaltungsarena beherbergte. Hier ein Wrestling-Kampf.
Und bevor die Stadtansichten verschwinden und der Film nur noch als ein normaler Studiofilm weiterläuft, sehen wir noch eine Segelboottour auf dem East River mit der Brooklyn Bridge.
Und nun zum Abschluss noch der gesamte Film. Die Flugzeugsequenz als vermutlich interessantester Teil des Films startet ungefähr ab 20:25 min.