Montag, Juni 24, 2013

Electric Lady Studios


 
 
Auch wenn ich jetzt nicht so ein wirklich großer Fan von Jimi Hendrix bin, so ist dennoch irgendwann bei mir hängen geblieben, dass eines seiner wenigen offiziellen Alben "Electric Ladyland" hieß. Aus diesem Album will ich mal den Song "Crosstown Traffic" präsentieren, der ganz gut zur Untermalung passt und durch ein Video mit historischen Bildern aus New York ergänzt wird, die aber meiner Meinung nach erst in den 1980ern aufgenommen wurden und nicht in den 1960ern oder ganz ganz frühen 1970ern.
 
 
 
Was ich erst jetzt beim Durchblättern einer alten Musikzeitschrift festgestellt habe, ist, dass Jimi Hendrix kurz vor dem plötzlichen Ende seiner musikalischen Karriere noch ein eigenes Musikstudio in New York City in Betrieb genommen hat, das sich passend zum Albumtitel "Electric Lady Studios" nannte.

 
 
Dieses Studio wurde an der 52 West 8th Street in Greenwich Village eingerichtet. Wann genau die Bauarbeiten losgingen, habe ich auf die Schnelle nicht recherchieren können. Die Eröffnung des Studios fand jedenfalls im Rahmen einer größeren Feier am 26.08.1970 statt, kurz danach brach Hendrix aber schon zu einer weiteren Tour durch Europa auf, wo er am 31.08.1970 auf dem "Isle of Wight Festival" in England spielte, am 04.09.1970 in Berlin beim "Berlin Super Concert 70" und am 06.09.1970 schließlich seinen letzten Festivalauftritt auf dem "Love-and Peace-Festival" auf der deutschen Ostseeinsel Fehmarn. Am 18.09.1970 starb Hendrix in London, ohne noch einmal nach New York und in sein gerade eröffnetes Studio zurückgekehrt zu sein.



Dafür freuten sich viele andere Musiker über das Vorhandensein des Studios, das unter anderem von Bob Dylan, den Rolling Stones, Blondie, Patti Smith und David Bowie genutzt wurde. Aber auch viele bekannte Musiker der Gegenwart haben hier schon aufgenommen, wie zum Beispiel Radiohead, Coldplay, Arctic Monkeys, Green Day, The Strokes und Kings of Leon oder etwas krummere Vögel wie Monster Magnet und Mars Volta, die Hendrix bestimmt gut gefallen hätten.

Mehr über die Geschichte der Electric Lady Studios kann man hier in deutscher und englischer Sprache nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Electric_Lady_Studios
 
Und hier ist ein Link zur offiziellen Webseite des Studios
http://www.electricladystudios.com/
 

 
 
Zum Abschluss wollen wir nochmal schauen, wo das Studio in Greenwich Village zu finden ist. Ausgehend vom Washington Square findet man die Electric Lady Studios nur ganz wenige Straßen weiter nordwestlich.  
 

 
 
Das Studio liegt an der Südseite der 8th Street, auf dem Block zwische 5th Avenue im Osten und Avenue of the Americas im Westen.
 


 
 
 

Das Gebäude, in dem sich die Studios befinden, wurde offenbar schon 1929 gebaut. Bevor Hendrix dort einzog, beherbergte das Gebäude den "Generation Club".

Ich setze den Google Street View Mann mal etwas weiter östlich auf Höhe der Hausnummer 40 ab und blicke dann nach Westen. Das Studio findet man grob beschrieben hinter dem Gerüst links.



Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Links hinter dem Gerüst schält sich ein unscheinbares und nur dreistöckiges Gebäude aus der Straßenfront heraus.



Und hier sehen wir auch den Eingang mit dem Schriftzug des Studios.




Nach dem Vorbeigehen schauen wir noch einmal auf das Gebäude zurück, in dem dieses Traditionsstudio untergebracht ist.



Nur wenige hundert Meter weiter im Westen befindet sich noch eine Sehenswürdigkeit von Greenwich Village. Also die 8th Avenue weiter hinunter....



...bis zur Avenue of the Americas...



... und dann hart rechts herum. Die Sehenswürdigkeit ist hier noch eingerüstet, um notwendige Restaurierungsarbeiten über sich ergehen zu lassen.



Wenn man sich dem Gebäude aber ein paar Schritte nähert, verschwinden die Gerüste und man kann wieder ungehindert auf das Neuschwanstein von Greenwich Village schauen, auf die Jefferson Market Library, früher einmal das Jefferson Market Courthouse.



Zum Abschluss noch einmal die beliebte Pelikanperspektive. Oben in der Mitte die Electric Lady Studios, unten in der Mitte die Jefferson Market Library.




 


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