Freitag, September 30, 2011

John A. Roebling Suspension Bridge


Bei Nachforschungen in der eigenen Familiengeschichte bin ich in der Nähe von Cincinnati auf eine Brücke gestoßen, die der Brooklyn Bridge ähnlich sieht. Und schau da, John August Roebling, der Konstrukteur der Brooklyn Bridge, war auch derjenige, der diese Hängebrücke über den Ohio-Fluss gebaut hat. Man könnte fast annehmen, dass es sich um eine Art Generalprobe für die Brooklyn Bridge handelte. Aber eine mächtig lange, denn auch der Bau dieser Brücke hat sich über einige Jahre hingezogen (1856 bis 1867). Der Vollständigkeit halber muss man aber in diesem Zusammenhang erwähnen, dass der Amerikanische Bürgerkrieg für erhebliche Verzögerungen bei der Fertigstellung der Brücke gesorgt hat.


über den in Deutschland geborenen John August Roebling:
http://de.wikipedia.org/wiki/John_August_Roebling


über die John A. Roebling Suspension Bridge, die wie die Brooklyn Bridge später zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung die längste Hängebrücke der Welt war:
http://de.wikipedia.org/wiki/John_A._Roebling_Suspension_Bridge


Dienstag, September 27, 2011

Lower Manhattan


Der Süden Manhattans zu einem Zeitpunkt, der schon einige Jahre zurückliegt. Ich habe keine Angabe gefunden, wann das Foto aufgenommen wurde. Mit Blick auf die Zwillingstürme würde ich aber mal auf die erste Hälfte der 1970er tippen. Auf den Dächern kann man Kräne erkennen, die Arbeiten sind also noch nicht abgeschlossen. Und die Antenne auf dem Nordturm ist ebenfalls noch (lange) nicht installiert.

Montag, September 26, 2011

Liberty City


Stammleser ub hat mir vor einiger Zeit schon die Idee zu einem kleinen Beitrag über das Computerspiel "Grand Theft Auto - Liberty City" angetragen. Wer eine virtuelle Stadt, die an das New York der Gegenwart stark angelehnt ist, mal in aller Ruhe erkunden möchte, ist hier genau richtig.

Ich gehöre noch zu der Generation, die Mitte der 1980er mit dem Commodore 64 groß geworden ist, mit der 1541 Floppy Disk oder auch der Datasette. Ich bin nach wie vor immer wieder aufs Neue fasziniert, was mittlerweile grafisch bei den Computerspielen möglich geworden ist.

ub hatte noch einen interessanten Link zu einer Seite bei Flickr beigefügt, wo ein Fan des Spiels reale Orte in New York mit den virtuellen in Liberty City vergleicht, so wie hier im Beispiel die Lobby des Empire State Buildings mit der des Gegenstücks im Spiel.


Hier noch der übrige Text von ub:

Wer spielerisch in das New York der Gegenwart eintauchen will, sollte einen Blick auf GTA4 werfen.
Die Stadt, die im Spiel Liberty City heißt, ist bis auf Staten Island, was nicht vorkommt, New York City nachempfunden und man kann sich komplett frei auf der Karte bewegen (sofern man die einzelnen Stadtteile freigespielt hat).

Man kann sehr viel aus NYC wiedererkennen, wie z.B. Coney Island oder den Flushing-Meadows-Park und natürlich zahlreiche Gebäude in Manhattan (heißt im Spiel "Algonquin").

Old-Timey Subway Cars on the MTA

Eine Fahrt mit einem historischen Wagen der New Yorker Untergrundbahn sehen wir hier. Fans der New Yorker U-Bahn (zu denen ich mich auch zähle) können hier einige interessante Details aufschnappen. Der Wagen, in den der Berichterstatter einsteigt, scheint - wenn ich das richtig verstanden habe - Anfang der 1930er in Betrieb genommen worden zu sein.

Even the Grinchy, fare-hiking MTA is getting into the spirit of the season by running vintage cars along the V line on Sundays this month. New Yorks Christopher Bonanos took us on a ride-along last weekend. Watch the video to get a glimpse of open windows, wicker seats, and Dr. Zizmors predecessors. Then take a ride yourself this Sunday or next. Video by jonah green.



Mike hat bei NYC Total vor kurzem auf aktuelle Sonderfahrten von historischen U-Bahn-Zügen in New York hingewiesen.
http://www.nyctotal.de/insider/vintage-subway/

Crowd watching firefighters (about 1901)

Byron Company, Crowd watching firefighters at 6th Avenue and 32nd Street, ca. 1901, from the collections of the museum of the City of New York

Keine Sorge, kein neues Kapitel über einen weiteren Großbrand, das hatten wir ja gerade noch. Nein, in diesem Fall halten wir uns zusammen mit dem Fotografen im Hintergrund in der Menge, die zusammengekommen ist, um live und in Farbe die Ereignisse zu verfolgen, die sich vor ungefähr 110 Jahren in der Nähe des Greeley Square, also dem Schnittpunkt von Broadway und 6th Avenue einerseits und 32nd Street andererseits zutrugen.

So spektakulär kann das auch nicht sein, was sich dort damals zugetragen hat, eine Zeitungsnotiz habe ich nicht gefunden. Ich habe nochmal mein altes Kapitel über den Street View am Herald Square / Greeley Square vom letzten Jahr studiert, um herauszufinden, wo genau und in welche Richtung das Foto aufgenommen wurde. Ich mache mal folgenden Vorschlag:

Die Straße in der Bildmitte links ist natürlich die 32nd Street und zwar in westliche Richtung. Knapp 10 Jahre später wurde irgendwo dort hinten im Dunst die Pennsylvania Station gebaut und knapp 20 Jahre später dahinten rechts das Hotel Pennsylvania.

Die Hochbahn, die im 90-Grad-Winkel zur 32nd Street kreuzt, ist die 6th Avenue Elevated Railway (6th Ave El), damals noch das Hauptverkehrsmittel entlang der 6th Avenue auf der Nord-Süd-Achse. Heute ist die New Yorker U-Bahn an ihre Stelle getreten, aber um 1901 war die Subway noch nicht in Betrieb. Rechts im Vordergrund sieht man Zaun und Grünanlagen, die zum Park am Greeley Square gehören. Dahinter erhebt sich ein Gerüstbau, der den Bahnsteig der Hochbahn trägt, der hier an der 32nd Street endet. Kante merken! Die Reklametafeln rechts oben für "Omeda Oil" und "Red Raven Splies" sollen wohl die Aufmerksamkeit der Hochbahnpassagiere einfangen. Die hohe weiße Wand ganz oben rechts gehört zum "Manhattan Theatre", das dort noch bis 1909 stand.

Einmal mehr ist es Zeit, Bromleys Straßenatlas aus der Kartensammlung von David Rumsey ( http://www.davidrumsey.com/ ) zu ziehen, um in etwa die zeitgenössische Gebäudekonstellation auf dem Foto nachvollziehen zu können. Der erste Ausschnitt ist etwas größer gezogen, um die horizontalen Straßennamen noch mitlesen zu können. Der Ort des Geschehens befindet sich hier rechts am grünen Dreieck, das Manhattan Theatre hieß 1891 wohl noch "Standard Theatre".


Jetzt baue ich mal den Photographen (K) und den ungefähren Blickwinkel ein:


Ein recht gutes Foto des selben Ortes aus einem anderen Blickwinkel haben wir hier:


Es ist 1899, also fast zeitgleich entstanden und zeigt den Greeley Square vom Norden aus in südliche Richtung gesehen. Jetzt baue ich mal den Photographen (K) ein und ein paar markante Punkte: die Bahnsteigkante (B), das Eckhaus links (E) und Zaun (Z).


Und dasselbe natürlich zum Vergleich im Ausgangsfoto:


Jetzt nochmal ein Blick von Süden aus den Broadway hoch in nördliche bzw. nordwestliche Richtung. Dieses Mal haben wir das Gebäude des "Manhattan Theatre" im Blick, das hier unübersehbar über die 6th Ave El hinausragt.


Und jetzt nochmal mit Photograph (K), Bahnsteigkante (B), Zaun (Z) und Manhattan Theatre (M).


Sonntag, September 25, 2011

Dolphin Hotel

In dem Bündel der vielen losen Fäden dieses Blogs befindet sich auch einer, der sich mit alten Hotels in New York befasst. Und den möchte ich jetzt mal wieder aufnehmen und dem Dolphin Hotel einen Besuch abstatten.

Das Dolphin Hotel findet man in Manhattan an der Ecke 61st Street / 5th Avenue. Es wurde 1910 am Südostende des Central Parks gebaut. Die folgende Aufnahme konnte ich nicht genau datieren, sie soll aber während des ersten Weltkriegs entstanden sein und müsste das Hotel ungefähr so zeigen, wie es zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung aussah:

Das Hotel hat den Ruf, "klein, aber elegant" zu sein und erfreut sich - sicherlich auch dank seiner günstigen Lage - einer stetigen Nachfrage von Übernachtungsgästen, so dass es ständig zu mindestens 90 Prozent ausgebucht ist. Naja, was man in New York so "klein" nennt. Hier sehen wir noch eine Detailaufnahme des Eingangsbereichs mit dem Marquee.


Schauen wir mal auf die Karte, um uns zu orientieren: http://gis.nyc.gov/doitt/nycitymap/



Wie es sich für ein altes New Yorker Gebäude gehört, so erzählt man auch vom Dolphin Hotel, dass es dort spuken soll. So soll es in dem Hotel einen Raum geben, in dem es seit der Eröffnung wiederholt zu Selbstmorden gekommen ist, auch von zahlreichen Todesfällen mit natürlicher Todesursache ist die Rede. Ähnliches hatten wir ja kürzlich schon im Hotel Dixie. Auch soll es in dem Raum zu physikalischen Phänomenen wie starken Temperaturstürzen oder Veränderungen der Schwerkraftausrichtung gekommen sein. Ich bin da eher skeptisch, auch was Geschichte angeht, dass besagtes Zimmer schon seit 1978 nicht mehr an Gäste vermietet worden sein soll. Betriebswirtschaftlich gesehen sicherlich keine gute Idee, ob die Schauermär soviele Gäste anzieht, dass das aufgewogen wird?


Quelle:

Edisons Frankenstein

Und noch mal Edison. Vor zweieinhalb Jahren habe ich einen Beitrag zum Stummfilm "Frankenstein" aus dem Jahr 1910 verfasst, der in New York entstanden ist, schon bald nach seiner Premiere in Vergessenheit geriet und nach seiner Wiederentdeckung in den 1960ern lange als verschollen galt. Genauso interessant wie der Film selbst ist auch die Geschichte drumherum.
http://nygeschichte.blogspot.com/2009/03/frankenstein-1910.html

Der Autor Ralf Ramge, der indirekt und unwissentlich einen der wesentlichen Impulse für den Start dieses Blogs geliefert hat, ist seit einiger Zeit dabei, seine hervorragende Horrorfilm-Enzyklopädie "Das Dokument des Grauens" neu aufzulegen und zu überarbeiten. Dabei hat er in der neuen Version ein eigenes Kapitel zu dem Frankenstein-Film von 1910 hinzugefügt, das erfreulicherweise wieder direkt angesteuert werden kann, ohne dass man das ganze Buch herunterladen muss.

Wer das nahezu ultimative Informationspaket zu "Frankenstein" 1910 sucht, der wird bei Ralf Ramge mehr als fündig. Ich kann den Besuch dort nur empfehlen.
http://retro-park.ch/download/pdf/a4/Als%20der%20Horror%20laufen%20lernte%20-%2023.pdf