Während meiner Renovierungsarbeiten am Blog und auf der Suche nach Ersatzmaterial für das nicht mehr vorhandene Video in Kapitel 29 bin ich auf dieses interessante Video vom World Trade Center gestoßen, dass von Optik und Atmosphäre ein wenig von den sonstigen Schönwetterbildern und -videos abweicht, weil es abends in der Dämmerung und bei eher schmuddeligem Wetter aufgenommen wurde.
Eine Sammlung von Bildern, Filmen und Texten zur Geschichte von New York City. Über Hochhäuser, Straßen, Bahnen, Inseln und Menschen. Für Anregungen und Kommentare bin ich jederzeit dankbar. Gruß vom Schädel.
Samstag, Juli 12, 2008
Sonntag, Juli 06, 2008
New York City Luftansicht
Kapitel 102
Leider ist nicht bekannt, wann dieses Luftbild von Lower Manhattan aufgenommen wurde. Fest steht nur, dass dieses Foto entstand, bevor man die alten Gebäude abriss, um Platz für die Bauprojekte zu machen, die das Aussehen der Gegend heutzutage prägen. Allerdings muss die Aufnahme nach 1915 entstanden sein, da das Municipal Building in der oberen Bildmitte zu erkennen ist.
Leider ist nicht bekannt, wann dieses Luftbild von Lower Manhattan aufgenommen wurde. Fest steht nur, dass dieses Foto entstand, bevor man die alten Gebäude abriss, um Platz für die Bauprojekte zu machen, die das Aussehen der Gegend heutzutage prägen. Allerdings muss die Aufnahme nach 1915 entstanden sein, da das Municipal Building in der oberen Bildmitte zu erkennen ist.Link:
aktuelle Informationen
Ich habe heute die Kapitel 01 - 25 restauriert und auf aktuellen Stand gebracht, teilweise nicht mehr funktionsfähige Videos ersetzt, an manchen Stellen Google-Maps-Straßenansichten hinzugefügt und die Schrift auf Blocksatz umgestellt.
Bei der Arbeit am Spite-House-Kapitel bin ich auf weitere seltene Bilder dieses Gebäudes gestoßen, die ich in Kürze noch in das alte Kapitel einarbeiten werde.
Ich habe heute drei neue Kapitel hinzugefügt. Das Kapitel 98 ist allerdings noch nicht abgeschlossen, deshalb ist es hier auch noch nicht sichtbar. Inhaltlich dreht es sich um das Barnums Museum, also ein schon länger angekündigtes Thema. Wenn es online ist, sag ich nochmal Bescheid.
Abraham Lincoln - New York 1860
Kapitel 101
"Hon. Abraham Lincoln, Republican Candidate For Sixteenth President of the United States."
"Hon. Abraham Lincoln, Republican Candidate For Sixteenth President of the United States."Diese Lithographie des Präsidentschaftskandidaten Abraham Lincoln wurde 1860 im Atelier von Currier & Ives in New York City gefertigt. Seit den 1840ern fertigten Currier & Ives Kandidatenportraits für politische Kampagnen. Auf diese Weise konnten die Kandidaten ihre Gesichter bei der wählenden Bevölkerung bekannt machen, indem sie zum Beispiel an Wänden oder in Gaststätten im ganzen Land aufgehängt wurden. Obwohl C&I eine wichtige Rolle in der politischen Geschichte des Landes gespielt haben, haben nur wenige ihrer Drucke bis heute überlebt. Dieser erhaltene Druck, der einen bartlosen Lincoln zeigt, stammt von Lincoln's erster Kampagne.
Link:
Helen Hayes Theatre
Kapitel 100
Auf dieses Kapitel bin ich durch ein Foto aus dem Jahr 1982 gekommen, das die Reste eines abgerissenen Gebäudes zeigte. Das dazugehörige Haus zu finden war nicht ganz einfach. Das heutige Helen Hayes Theater liegt an der 44. Straße und erzeugt, da es nach wie vor in Betrieb ist, natürlich jede Menge Internet-Einträge. Dahinter galt es das frühere Theater mit demselben Namen auszugraben.
Das ursprüngliche Gebäude wurde 1911 an der Adresse 210 West 46th Street von den Architekten Herts & Tallant errichtet. Die Eröffnung fand am 27.04.1911 statt, der Name des Theaters war damals "Folies-Bergere". Das Konzept war, ein Dinner-Theater zu betreiben, komplett mit Tischen im Zuschauerraum und in den Logen. Allerdings konnte sich diese Idee nicht lange halten. 
Im Oktober 1911 wurden die Tische entfernt und das Theater mit neuem Namen "Fulton" wiedereröffnet. 1955 erfolgte dann eine erneute Umbenennung zu Ehren der damaligen First Lady des Theaters, Helen Hayes. Hier sieht man die Dame auf einem Foto aus dem Jahr 1921:
1982 schließlich wurde das alte Helen Hayes Theatre nach 71jähriger Geschichte zusammen mit fünf benachbarten Theatern niedergerissen, um Platz für das neue Marriott Hotel zu schaffen. Im Anschluss wurde ein anderes Theater an der 44th Street, das sich bis dahin "Little Theatre" nannte, in Helen Hayes Theatre umbenannt. Und damit landen wir bei dem Foto, welches Auslöser für dieses Kapitel war:
Heute sieht der Ort des Geschehens so aus, sichtbar gemacht über die Straßenansicht bei Google-Maps:
Größere Kartenansicht
http://en.wikipedia.org/wiki/Helen_Hayes
http://www.nytimes.com/slideshow/2005/04/02/nyregion/20050403_FEAT_SLIDESHOW_1.html
http://www.nytimes.com/slideshow/2005/04/02/nyregion/20050403_FEAT_SLIDESHOW_1.html
Das Ende des Südturms
Kapitel 99
Nach längerer Zeit ist es mal wieder Zeit für ein 09/11-Kapitel. Auf dem nachfolgenden Video kann man das Ende des zuerst kollabierten Südturms beobachten und zwar von der Trinity-Church aus. Da ich mich ja bereits mit den letzten Kapiteln sehr häufig in dieser Gegend aufgehalten habe, ist es an der Zeit, auch einmal ein zeitgeschichtlich relativ aktuelles Dokument vorzustellen.
Nach längerer Zeit ist es mal wieder Zeit für ein 09/11-Kapitel. Auf dem nachfolgenden Video kann man das Ende des zuerst kollabierten Südturms beobachten und zwar von der Trinity-Church aus. Da ich mich ja bereits mit den letzten Kapiteln sehr häufig in dieser Gegend aufgehalten habe, ist es an der Zeit, auch einmal ein zeitgeschichtlich relativ aktuelles Dokument vorzustellen.
Hier noch die aktuelle Straßenansicht bei Google-Maps, die ungefähr am Standort des Kameramanns positioniert ist.
Größere Kartenansicht
Freitag, Juli 04, 2008
The Lost Museum - Part 1
Kapitel 98a
In diesem Kapitel geht es um ein berühmtes Gebäude in New York City, dessen Zeit schon etwas länger zurückliegt, nämlich um die 150 Jahre: Barnums American Museum an der Ecke Ann Street/Broadway, eine Art Kuriositätenkabinett, das 24 Jahre lang sehr erfolgreich die New Yorker Bevölkerung unterhielt.
Schon vorher hatte es Museen dieser Art in New York gegeben, aber keines war so erfolgreich wie das von P.T. Barnum. Dieser hatte sein Brot zunächst als Mitglied im Wanderzirkus verdient und war mit unterschiedlichen Ausstellungen über das Land gezogen, bis er 1841 nach New York zurückkehrte und dort Scudders American Museum übernahm. Zwei Jahre später kaufte er die Sammlung eines anderen Museums auf und integrierte sie in seine eigene. Nicht unerheblich am Erfolg war sicherlich auch die Lage des Museums beteiligt, denn zur damaligen Zeitpunkt war der Standort nahezu optimal, an einem Ort, an dem Sehen und Gesehen werden von großer Bedeutung war, auch bedingt durch prominente Nachbarn wie dem Astor-Haus oder dem Photographie-Studio von Matthew Brady. (Blick aus dem Barnum Museum auf den Broadway, ca. 1865)
Die Ausstellung selbst war eine wüste Mischung aus Tierpräparaten, exotischen Instrumenten, Jongleuren und Fahrradartisten, Mumien, Automaten, lebenden Statuen, Zigeunern, lebenden Tieren, bärtigen Damen, Albinos, Seiltänzern, Zwergen, Landschafts- und Stadtmodellen, eben einfach alles, was in irgendeiner Weise spektakulär und interessant erschien, um Zuschauer anzuziehen und zu erstaunen. Um das Publikum in das Museum zu treiben, engagierte Barnum ein Orchester, das auf den Ballustraden über dem Eingang platziert wurde und mit Absicht schlecht spielte.
Ein weiterer Grund für den Erfolg war sicherlich auch, dass Barnum das Spiel mit den Medien perfekt beherrschte und durch geschicktes Marketing immer wieder in den Schlagzeilen landete. Mit Unterstützung der Presse konnte er 1842 auch direkt seine erste große Sensation präsentieren, die "Fidschi-Meerjungfrau", die in diesem Jahr zur Sensation in New York City wurde, tatsächlich aber nur ein Präparat war, bei dem geschickt ein Affenoberkörper auf einen Fischlaib montiert war. Später war Tom Thumb, ein kleinwüchsiger Mensch der Star im Museum, dessen Hochzeit wiederum als Sensation ausgeschlachtet wurde. Ein anderer Publikumserfolg waren die Baby-Shows, in denen der schönste Säugling gesucht und gewählt wurde. Daneben wurde in dem Museum aber auch ein Theatersaal (Lecture Room) betrieben, in dem moralische Stücke gezeigt wurden die zum Bespiel den Kampf gegen den Alkoholmißbrauch zum Thema hatten.
Ein wichtiges Merkmal des Museums war auch, dass die Ausstellung ständig verändert, erweitert und ausgetauscht wurde, so dass niemals ein Stillstand eintrat und bei jedem Besuch wieder neues zu entdecken war. 1849 besaß das Museum um die 600.000 Exponate, 1864 waren es 850.000 Stück. Zwischen 1842 und 1865 wurden mehr als 30 Millionen Eintrittskarten verkauft. In den 1850ern war für New York-Besucher eine Stippvisite im American Museum quasi Pflicht, selbst der Prince of Wales schaute während seiner Reise durch die Vereinigten Staaten im Oktober 1860 vorbei.
Quellen:
In diesem Kapitel geht es um ein berühmtes Gebäude in New York City, dessen Zeit schon etwas länger zurückliegt, nämlich um die 150 Jahre: Barnums American Museum an der Ecke Ann Street/Broadway, eine Art Kuriositätenkabinett, das 24 Jahre lang sehr erfolgreich die New Yorker Bevölkerung unterhielt.
Schon vorher hatte es Museen dieser Art in New York gegeben, aber keines war so erfolgreich wie das von P.T. Barnum. Dieser hatte sein Brot zunächst als Mitglied im Wanderzirkus verdient und war mit unterschiedlichen Ausstellungen über das Land gezogen, bis er 1841 nach New York zurückkehrte und dort Scudders American Museum übernahm. Zwei Jahre später kaufte er die Sammlung eines anderen Museums auf und integrierte sie in seine eigene. Nicht unerheblich am Erfolg war sicherlich auch die Lage des Museums beteiligt, denn zur damaligen Zeitpunkt war der Standort nahezu optimal, an einem Ort, an dem Sehen und Gesehen werden von großer Bedeutung war, auch bedingt durch prominente Nachbarn wie dem Astor-Haus oder dem Photographie-Studio von Matthew Brady. (Blick aus dem Barnum Museum auf den Broadway, ca. 1865)
Die Ausstellung selbst war eine wüste Mischung aus Tierpräparaten, exotischen Instrumenten, Jongleuren und Fahrradartisten, Mumien, Automaten, lebenden Statuen, Zigeunern, lebenden Tieren, bärtigen Damen, Albinos, Seiltänzern, Zwergen, Landschafts- und Stadtmodellen, eben einfach alles, was in irgendeiner Weise spektakulär und interessant erschien, um Zuschauer anzuziehen und zu erstaunen. Um das Publikum in das Museum zu treiben, engagierte Barnum ein Orchester, das auf den Ballustraden über dem Eingang platziert wurde und mit Absicht schlecht spielte.
Ein weiterer Grund für den Erfolg war sicherlich auch, dass Barnum das Spiel mit den Medien perfekt beherrschte und durch geschicktes Marketing immer wieder in den Schlagzeilen landete. Mit Unterstützung der Presse konnte er 1842 auch direkt seine erste große Sensation präsentieren, die "Fidschi-Meerjungfrau", die in diesem Jahr zur Sensation in New York City wurde, tatsächlich aber nur ein Präparat war, bei dem geschickt ein Affenoberkörper auf einen Fischlaib montiert war. Später war Tom Thumb, ein kleinwüchsiger Mensch der Star im Museum, dessen Hochzeit wiederum als Sensation ausgeschlachtet wurde. Ein anderer Publikumserfolg waren die Baby-Shows, in denen der schönste Säugling gesucht und gewählt wurde. Daneben wurde in dem Museum aber auch ein Theatersaal (Lecture Room) betrieben, in dem moralische Stücke gezeigt wurden die zum Bespiel den Kampf gegen den Alkoholmißbrauch zum Thema hatten.
Ein wichtiges Merkmal des Museums war auch, dass die Ausstellung ständig verändert, erweitert und ausgetauscht wurde, so dass niemals ein Stillstand eintrat und bei jedem Besuch wieder neues zu entdecken war. 1849 besaß das Museum um die 600.000 Exponate, 1864 waren es 850.000 Stück. Zwischen 1842 und 1865 wurden mehr als 30 Millionen Eintrittskarten verkauft. In den 1850ern war für New York-Besucher eine Stippvisite im American Museum quasi Pflicht, selbst der Prince of Wales schaute während seiner Reise durch die Vereinigten Staaten im Oktober 1860 vorbei.Quellen:
The Lost Museum Part 2:
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