Sonntag, April 25, 2010

Panorama from the Times Building, New York 1905


Einen weiteren uralten Film aus der Edison-Schatzkammer gibt es hier zu bestaunen. Aufgenommen am 11. April 1905 vom Times Building in New York am Nordende des Times Square, der nach ihm benannt wurde.

The view is from the top of 1 Times Square Originally named Longacre Square, it was renamed Times Square on April 8, 1904, by proclamation of Mayor George B. McClellan, Jr. at the urging of Adolph Ochs, owner and publisher of the New York Times. It is also known as 1475 Broadway, New York Times Building and New York Times Tower. The north end later became Duffy Square. The building is a 25 story, 365 foot (110.6 m) high skyscraper at 42nd and Broadway in Times Square. It was the second tallest building in the world when it opened.

The camera pans to the north over the tops of the buildings from Bryant Park, south of 42nd Street (behind the New York Public Library) [0:39] up 6th Avenue to the Hippodrome Theatre, between 43rd & 44th Streets [1:04]. A marquee on the theater reads 'A Yankee Circus On Mars.' The camera continues to rotate toward 44th and 45th Streets between 6th and 7th Avenues, until coming to rest looking directly north up Times Square to 46th Street, where Broadway (left) and 7th Avenue (right) diverge again.

The Hippodrome Theatre [1:04] also opened in 1905 and was, at the time, New York's largest indoor stage. It was built and owned by Frederick Thompson, the man responsible for creating Luna Park in Coney Island. The Hippodrome closed in 1939.

Samstag, April 24, 2010

Statue of Liberty 1898

Diese ziemlich frühen Filmaufnahmen der Freiheitsstatue auf Bedloe's Island sind eigentlich recht unspektakulär. Allerdings bin ich über die Kommentare zu dem Film auf einen Umstand gestoßen, der einen wegen der fehlenden Farbe im Film nicht direkt anspringt. Die Freiheitsstatue wurde 1886 eingeweiht, die hier gezeigten Filmaufnahmen entstanden 12 Jahre später.

Laut einem Kommentar dauert es ungefähr 20 Jahre, bis sich auf Kupferoberflächen Patina bildet. Es könnte also sein, dass die Freiheitsstatue noch nicht die charakteristische grüne Farbe aufwies, die wir alle kennen, sondern dass sie damals noch kupferrot bzw. rotbraun war, als der Film entstand.



Hier gibt es noch ein paar Informationen über die Insel, die als Standort für die Freiheitsstatue dient:

Einen kleinen Eindruck, wie die Freiheitsstatue in kupferrot ausgesehen haben mag, vermitteln diese Bilder aus dem Museum im Sockel der Statue, die das nachgebildete und unpatinierte Gesicht  zeigen.
Danke an ub für den Tip.


http://en.wikipedia.org/wiki/Statue_of_Liberty

Montag, April 19, 2010

New York Earthquake of 1884

20-second seismogram of the 1884 New York earthquake (Dominion Observatory, Can.). From NY Tribune - scale not available.

On August 10, 1884, a more powerful earthquake hit. Estimated from 4.9 to 5.5 in magnitude, the tremor made houses shake, chimneys fall, and residents wonder what the heck was going on, according to a New York Times article two days later.

The quake was subsequently thought to have been centered off Far Rockaway or Coney Island.

http://ephemeralnewyork.wordpress.com/2010/01/20/the-coney-island-earthquake-of-1884/
http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/states/new_york/history.php
http://www.gendisasters.com/data1/ny/earthquakes/eastcoast-earthquake-aug1884.htm

Sonntag, April 18, 2010

Hot Day Watering Horses


Und ein Blick auf den Alltag in NYC in der Vergangenheit, wahrscheinlich frühes 20. Jahrhundert.

Wall Street Bombing 1920

Kapitel 242



81 Jahre vor Nine Eleven war Lower Manhattan bereits einmal Schauplatz eines terroristischen Anschlags. Quelle ist die englischsprachige Wikipedia-Seite.

Das Bombenattentat in der Wall Street ereignete sich am 16. September 1920 um 12:01 Uhr mittags im Financial District von New York City. Die Explosion tötete 38 Menschen und verletzte 143 Menschen schwer. Es starben mehr Menschen als beim Bombenattentat auf die Los Angeles Times 1910 und es blieb das schlimmste Attentat auf eine US-Einrichtung bis zum Bath School Bombing in Michigan sieben Jahre später.


Das Attentat:
Gegen Mittag passierte ein Pferdewagen die Menschenmengen, die sich zur Mittagszeit in der Wall Street in New York City aufhielten und hielt gegenüber vom Hauptquartier von J.P. Morgans Bank an der Adresse 23 Wall Street an, der unruhigsten Ecke im Financial District. Im Wagen befanden sich 45 kg Dynamit zusammen mit 230 kg an schwerem gußeisernem Schrott. Ein Zeitzünder löste die Explosion aus, die den Gußeisenschrott in alle Richtungen auseinanderfliegen ließ. Das Pferd und der Wagen wurden dabei in Stücke gerissen.


Die 38 Todesopfer, von denen die meisten unmittelbar nach der Explosion starben, waren vorwiegend jung und arbeiten als Laufburschen, Stenographen, Verkäufer und Broker. Das Unglück verursachte einen Schaden von mehr als 2 Millionen Dollar am Eigentum und zerstörte den größten Teil der Inneneinrichtung im Morgan Building.


Die Reaktionen:
Es war für die ermittelnde Behörde (Justice Department's Bureau of Investigation - BOI) nicht sofort offensichtlich, dass es sich bei der Explosion um einen terroristischen Akt handelte. Die Anzahl an unschuldigen Menschen, die bei dem Anschlag getötet worden waren und das Fehlen eines erkennbaren Ziels außer den Gebäuden, die zwar einen oberflächlichen, aber keinen strukturellen Schaden erlitten hatten, gab den Ermittlern Rätsel auf. Die Polizei erforschte die Möglichkeit eines Unfalls und nahm Kontakt mit Händlern auf, die Explosivstoffe verkauften und transportierten.


Gegen halb vier am Nachmittag traf sich die Leitung der New Yorker Börse und entschied, am nächsten Tag wieder für den Handel zu öffnen. Die Umgebung wurde während der Nacht gesäubert, so dass sich am nächsten Tag wieder der Anschein der Normalität ergab. Dabei wurden allerdings auch alle Spuren zerstört, die den Polizeiermittlern vielleicht hätten helfen können, das Verbrechen aufzuklären. Am nächsten Tag präsentierten die Zeitungen die Reaktion des stellvertretenden Bezirksstationsanwalts, der die Zeitwahl und den Ort des Geschehens als zu auffällig einstufte, als das die Explosion hätte ein Unfall sein können. Er benannte auch schon einige, die er als Urheber verdächtigte:
"Bolschewiken", "Anarchisten", "Kommunisten", "Sozialisten".


Die "Söhne der Amerikanischen Revolution" (The Sons of the American Revolution) planten am 17. September eine Kundgebung im selben Bereich, bei der der Gründungstag der Vereinigung gefeiert werden sollte. Tausende besuchten die patriotische Veranstaltung und mißachteten dabei den terroristischen Anschlag am Vortag.

Am gleichen Tag veröffentlichte das BOI einige Flugzettel, die in einem Briefkasten an der Wall Street kurz vor der Explosion entdeckt worden waren. Gedruckt mit roter Tinte auf weißem Papier unter Verwendung von Gummistempeln anstelle von Buchstaben aus dem Setzkasten, verkündeten die einzelnen Kopien, die leicht untereinander variierten: "Erinnert Euch, wir werden nicht es nicht länger hinnehmen. Lasst die politischen Gefangenen frei oder es bedeutet den sicheren Tod für Euch alle." Die Unterschrift lautete: "American Anarchist Fighters" (Anarchistische Kämpfer Amerikas). Das BOI entschied schnell, dass die Flugzettel jegliche Möglichkeit eleminierten, wonach die Explosion auf einen Unfall zurückgeführt werden konnte. William J. Flynn, der Leiter des BOI, dachte, dass die Flugzettel an jene erinnerten, die bei den anarchistischen Bombenanschlägen im vorausgegangenen Juni gefunden worden waren.


Der Bombenanschlag in der Wall Street am 16. September 1920 tötete 38 Menschen, das schlimmste Desaster in der Stadt seit dem Brand der Triangle Hemdenfabrik 1911. Bezirksstaatsanwalt A. Mitchell Palmer sagte, dass er, falls die Aktion tatsächlich beabsichtigt war, eine Änderung der öffentlichen Meinung dahingehend erwarte, dass drastischere Reaktionen und die Ausweisung der kriminellen Anarchisten gefordert werden, eine Vorgehensweise, die er seit einem Jahr ohne großen Erfolg favorisiert habe. Die Reaktionen der Presse waren zwar zustimmend, allerdings endete die Zustimmung bei der Unterstützung von landesweiten Maßnahmen. Auch konservative Publikationen gingen davon aus, dass der Bombenanschlag ein Verbrechen wäre, dass wie jedes andere aufzudecken wäre.


Die New York Times empfahl in ihrer Titelgeschichte "To Put Down Terrorists" Realismus und Ruhe: "Die Details des Ablaufes werden möglicherweise niemals aufgedeckt. Die für das Verbrechen Verantwortlichen bleiben vielleicht von der Justiz unbestraft...die vernünftigste Theorie für die Explosion ist jene, die von einer terroristischen Demonstration ausgeht. Es ist nicht die erste und auch sicher nicht die letzte...Die Gemeinschaft muss zeigen, dass sie sich nicht einschüchtern lässt...dadurch, dass wir Ruhe und Stärke bewahren, beginnt ihre Niederlage...sie werden bis in ihre Löcher hinein gejagt wie wilde Tiere." Die Vermehrung der Ressourcen und der Macht der Justizbehöre blieb unerwähnt.

Die Ermittlungen:
Die Ermittlungen waren schnell zum Stillstand gekommen, nachdem feststand, dass keines der Opfer der Fahrer des Wagens gewesen war. Obwohl das Pferd neu geschlagen worden war, konnte nicht festgestellt werden, welcher Stall für diese Arbeit verantwortlich gewesen war. Als der Hufschmied im Oktober endlich gefunden war, konnte er der Polizei nur noch wenig Informationen liefern. Das BOI und die Polizei vor Ort ermittelten drei Jahre lang, ohne einen Erfolg zu verzeichnen. Gelegentliche Festnahmen brachten das Ereignis zwar wieder in die Schlagzeilen, aber jedes Mal stellte sich innerhalb weniger Tage heraus, dass man falschen Hoffnungen aufgesessen war.


Ein Großteil der Ermittlungsarbeit konzentrierte sich auf das Netzwerk des italienischen Anarchistischen Luigi Galleani, das nach Bombenanschlägen im Jahr 1919 im Mittelpunkt von Strafverfolgungsmaßnahmen stand und auf die Anarchisten Sacco und Vanzetti.


Später verlagerte sich die Aufmerksamkeit auf die Sowjets als mögliche Hintermänner des Wall Street Bombenanschlags und dann auf die Kommunistische Partei der USA. 1944 schloss das FBI als Nachfolger des BOI die Ermittlungen ab mit dem Ergebnis, dass seine Agenten die Verwicklungen zahlreicher radikaler Gruppen erforscht hätte, "solche wie die Union der Russischen Arbeiter, das I.W.W., die Kommunisten, usw. ... und beim derzeitigen Stand der Ermittlungen scheint festzustehen, dass keine der vorgenannten Organisationen ihre Hände im Spiel hatte und das die Explosion das Werk einiger weniger italienischer Anarchisten oder italienischer Terroristen war."


1991 behauptete der Historiker Paul Avrich, dass Mario Buda (1884-1963), einer der Gefolgsleute des italienischen Anarchisten Luigi Galleani, das Bombenattentat geplant habe, um die Anklage gegen die Galleanisten Sacco und Vanzetti zu rächen. Buda hielt sich zum Zeitpunkt des Bombenanschlags in New York City auf und kannte sich im Umgang mit Dynamit und anderen Explosivstoffen aus. Außerdem soll er mehrere größere Bomben für die Galleanisten gebaut haben. Auf der anderen Seite gab es, auch nachdem Buda in sein Heimatland Italien zurückgekehrt war, ähnliche Bombenanschläge wie zum Beispiel jener im Jahr 1932. Abschließend aufgeklärt ist der Anschlag bis heute nicht.

Auch in der Gegenwart kann man noch in der Wall Street die Spuren des Bombenattentats von 1920, das sich im September zum 90. Mal jährt, finden.



Durch diese Quelle bin ich auf das Wall Street Bombing aufmerksam geworden:
http://www.shorpy.com/node/4951

weitere Quellen:
http://www.crimemagazine.com/06/wallstreetbomb,0115-6.htm
http://passingstrangeness.wordpress.com/2009/07/08/murder-on-wall-street/
http://scheong.wordpress.com/2010/02/
http://www.nycop.com/Mar_00/Terrorism_in_NY/body_terrorism_in_ny.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Luigi_Galleani
http://en.wikipedia.org/wiki/Sacco_and_Vanzetti


Sonntag, April 11, 2010

42nd Street


Wegen umfangreicher privater Verpflichtungen war an diesem Wochenende keine Zeit, weiter an den neuen Projekten zu arbeiten. Deshalb gibt es heute nur ein Bild. Zu sehen ist dort die 42nd Street auf Manhattan und zwar der Sektor zwischen der 2nd und der 3rd Avenue. Man blickt vom Schulhaus in nördliche Richtung. Allerdings fällt es schwer, den genauen Zeitpunkt, der hier abgebildet ist, zu bestimmen. Die Bildbeschreibung und die Anmerkungen der Archivare der NYPL deuten auf das Jahr 1868 hin. Auf den Originalbild findet man ganz unten rechts noch eine handschriftliche Anmerkung, die das Jahr 1859 erwähnt. Fest steht auf jeden Fall, dass man hier ein New York sieht, in dem noch nichts auf den späteren Ausnahmecharakter hindeutet.

Um das zu verdeutlichen, gibt es noch einen Vergleich mit einer aktuellen Straßenansicht von Google-Maps, die rechte Straßenseite dürfte in etwa der Gegend entsprechen, die oben auf dem Bild zu sehen ist.


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