Sonntag, März 15, 2015

271 West 72nd Street - Aldrich Mansion


271 West 72nd Street, ca 1975, from the collections of the museum of the city of New York


Schon vor geraumer Zeit habe ich ein Lesezeichen bei diesem Foto aus der Sammlung des Museums der Stadt New York eingefügt, das ein interessantes altes Gebäude zeigt, welches sich an der Upper Westside von Manhattan befand und vielleicht auch noch befindet, ein Gebäude mit der Hausnummer 271 West 72nd Street. 




Christopher Gray, der Experte der New York Times für historische Gebäude, hat dieses alte Foto von 271 West 72nd Street und Umgebung ausgegraben, das um das Jahr 1905 aufgenommen wurde und verdeutlicht, wie sich das Gebäude und seine Umgebung in den 70 Jahren zwischen den beiden Fotos verändert haben. 

Um es mal gleich vorwegzunehmen, das Gebäude steht bis in die Gegenwart, wie dieses Vergleichsbild aus dem Google Street View zeigt: 




Der Macher von "Daytonian in Manhattan" hat sich sehr ausführlich mit dem Gebäude auseinandergesetzt, das 1897 errichtet wurde und einst das Wohnhaus von Spencer Aldrich war und deshalb auch den Namen "Aldrich Manson" trug. 

Dort gibt es auch ein paar schöne Detailansichten von der Fassade: 





Das Gebäude befindet sich übrigens an der Nordostecke der Kreuzung der West 72nd Street mit der West End Avenue. 


Auf der DDD-Ansicht (hier um 90 Grad gegen den Uhrzeigersinn vom Westen her) liegt die Aldrich Mansion etwas abgedunkelt in der Schlucht der sie umgebenden Gebäude. 



Mir gefällt diese Aufnahme bei streeteasy besonders gut, die irgendwann in der Dämmerung entstanden ist: 



Wer abschließend noch in das Innere des Gebäudes in die einzelnen Wohneinheiten schauen möchte, kann dieses hier bei Streeteasy machen: 




27 Engine and Patrol Steamer at Work

27 Engine and patrol steamer at Work, ca. 1905, from the collection of the museum of the city of New York


In das Viertel Tribeca (Triangle below Canal Street) in Südmanhattan führt uns dieses historische Foto aus der Sammlung des Museums der Stadt New York, das vor ungefähr 110 Jahren aufgenommen wurde. 



Wir sehen zwei sogenannte Engines, fahrbare und mit dampf angetriebene Pumpen, die die damalige Feuerwehr dazu nutze, Wasser mehrere Etagen hoch in brennende Gebäude hineinzutransportieren.




Gebrannt zu haben scheint hier das Gebäude im Hintergrund, auf das man geradeaus blickt.  Vor dem Gebäude, insbesondere hinter dem linken Pumpenfahrzeug sieht man eine Menge an Schutt und Gerümpel vor dem Haus liegen. Das Feuer dürfte auch der Grund sein, warum die Hinweisschilder auf die in diesem Gebäude ansässigen Mieter teilweise kaum leserlich erscheinen.



An dem Fenster links unten am Gebäude hängen so Gebilde herunter, die an Eiszapfen erinnern, das sieht man häufiger auf Fotos von Bränden, die sich in bitterkalten Wintertagen und -nächten ereigneten. Hier bin ich mir aber nicht sicher, das könnte auch was anderes sein, denn bis auf diese Gebilde sind keine weiteren Hinweis auf Eiswildwuchs zu finden. 



Laut Informationen zum Bild befindet sich der Schauplatz an der Franklin Street in der Nähe des West Broadways. Mit diesen beiden Straßen als Suchbegriff habe ich noch eine weitere Aufnahme des Ereignisses entdeckt, das auch den Namen "Barron's Fire" trug, nämlich eine Detailaufnahme des Gerümpelberges vor dem abgebrannten Gebäude. 

Barron's Fire, Franklin Street and West Broadway, ca 1905, from the collection of the museum of the city of New York


Rechts im HIntergrund sieht man hier übrigens die Trasse der 6th Avenue Elevated Railway oberhalb der Church Street vorbeiführen, die hier an der Franklin Street eine Hochbahnstation hatte. 


6 Ave Line, Franklin Street, 1903, from the collection of the museum of the city of New York


Aufmerksame Beobachter werden vielleicht festgestellt haben, dass man links eine Werbetafel mit dem Namen "GARRARA" lesen kann, ein Name, der auch an dem abgebrannten Gebäude wiederholt auftauchte. Dieses war vermutlich ein Hinweis auf das in der Nähe und nur einen kurzen Fußweg von der Station befindliche Geschäft, das 1903 bei Entstehung des Stationsfotos ja noch nicht gebrannt hatte. 


google maps


Der Ereignisort befand sich in der Nähe eines Platzes mit schmalem dreieckig spitzem Grundriss, der heute den Namen "Finn Square" trägt. 




Ich habe die Franklin Street zwischen West Broadway und Church Street aufmerksam abgesucht, aber mir ist kein Gebäude untergekommen, das dem abgebrannten ähnelt. Vielleicht war es nach dem Brand nicht mehr zu retten und wurde schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgerissen. Vielleicht ist es aber auch erst später der Abrissbirne zum Opfer gefallen, rechts an der Südseite der Franklin Street sieht man ja hier aktive Neubaumaßnahmen. 



Nachträglich 
füge ich noch zwei Fotografien von Engine 27 hinzu, die ebenfalls 1905 entstanden sind und jene Feuerwehrmannschaft zeigen, die den auf dem Ausgangsfoto dokumentierten Gebäudebrand gelöscht hat.


Firemen outside the station for Engine 27, 1905, from the collection of the museum of the city of New York



Lesefutter - Historische Romane über New York




Ein Leser hat mich mit einem Kommentar auf "NEULAND" von Kurt Andersen aufmerksam gemacht, der im New York des Jahres 1848 spielt. Mehr über den Inhalt des Romans erfährst Du hier, wenn Du diesem Link folgst: 




Vor geraumer Zeit habe ich aufgrund eines anderen Leserhinweises bereits auf den Roman "DER TEUFEL VON NEW YORK" von Lyndsay Faye aufmerksam gemacht, der 1845 in New York spielt. 



Dieser Roman hat in der zwischenzeit eine Fortsetzung erhalten, die ich hier nicht unterschlagen möchte und die 1846 spielt: "DIE ENTFÜHRUNG DER DELIA WRIGHT".




Über die Amazon-üblichen Vorschläge bin ich noch bei ein paar weiteren Romanen gelandet, die im historischen New York spielen: 

Da ist zum einen "STADT IN ANGST" von John Matthews, der 1891 spielt und der sich an die Londoner Rippermorde von 1888 anflanscht. 




Dann ist mir "IM RAUSCH DER FREIHEIT" von Edward Ruhterfurd aufgefallen, der offenbar nicht in einem spezifischen Jahr spielt, sondern mehrere Jahrhunderte abdeckt: 




Dann wäre da "DIE STRASSE ZUM PARADIES" von Kevin Baker, der abweichend vom Namen im Armenviertel von New York im Jahr 1863 spielt und damit ähnlich eingenordet sein dürfte wie die Geschichte von "GANGS OF NEW YORK". 




Und schließlich "EAST SIDE STORY" von Louis Auchincloss, dessen Handlung sich über eine längere Ära zu erstrecken scheint.




Ich habe von diesen sieben Romanen bisher nur "Der Teufel von New York" gelesen, der war völlig in Ordnung und gut zu lesen, wenn man jetzt keine hochqualitative Spitzenliteratur erwartet. Und ich denke, in der Liga werden auch die anderen Romane spielen. Nicht unbedingt das Zeug zum Literaturklassiker, aber für Freunde der Geschichte von New York nicht uninteressant. 

Deshalb durchbreche ich hier mal ausnahmsweise die selbst auferlegte Sperre für Produktwerbung, aber auch nur in den engen inhaltlichen Grenzen dieses Blogs. Vielleicht ist ja für den/die eine/n oder andere/n Leser/in ja was dabei. 







Samstag, März 07, 2015

Comparing Old and New




Nachdem ich am letzten Wochenende schon keinen Beitrag zustande gebracht habe und das Zeitfenster an diesem Wochenende erneut denkbar eng ist, werde ich mal leichte Kost angehen, um zumindest ein wenig neues Material in den Orbit zu bringen.

Quelle ist wieder einmal die wunderbare Seite Dirty Old 1970s New York, die einen zwar etwas verklärten, aber auch liebevollen Blick auf jenes York vor 40 Jahren wirft, das den Ruf genoss, schmutzig und gefährlich zu sein. 


Das oben gezeigte Foto soll 1970 entstanden sein und zwar an der 120th Street, Blickrichtung nach Osten auf die Straße "Mt. Morris Park West". Der Park, den man im Hintergrund erkennen kann, heißt heute "Marcus Garvey Park" und liegt mitten in Harlem.

Um den Schauplatz für das erste Foto wiederzufinden, müssen wir also hinaus nach Upper Manhattan, in die Viertel oberhalb des Central Parks. 


google maps


Die brennenden Mülltonnen sind heute verschwunden und die Bäumchen, die damals noch klein waren, sind 45 Jahre später schon beachtlich groß geworden. 







Nachträglich möchte ich noch dieses Foto einfügen, das Dirk Stichweh 2012 am Marcus Garvey Park aufgenommen und mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat und das noch einmal verdeutlicht, wie prachtvoll die Häuser an der 120th Street ornamentiert waren bzw. sind:

Photo: Dirk Stichweh



Das nächste Foto macht einen größeren Sprung aus den 1970ern hinaus in die erste Hälfte der 1960er hinein, aber ich finde es so schön, dass ich da einfach nicht dran vorbei kann: 

Bob Walk, Charles Marino, Roberto Talavera, Andrew Zuckerman - 


Der Photograph stand hier 1962 an der Seventh Avenue auf Höhe der 49th Street und blickte in südliche Richtung hinunter. Kenner wissen natürlich, das wir hier auf den Times Square blicken, so wie man ihn vor 50 Jahren erleben konnte. Das hohe Gebäude im Hintergrund ist das Paramount Building von 1928, das heute noch vorhanden ist, durch die zahlreichen höheren Wolkenkratzer rundherum aber mickrig gemacht wird. Davor mit grünspanigem und bullaugigem Dach das Astor Hotel, das allerdings bereits die allerlängste Zeit am Times Square gestanden hatte. 









Das dritte und letzte Foto trägt uns zurück in die 1970er und zwar in die zweite Hälfte: 



Es entstand 1977 an der Ecke Hudson Street / Franklin Street, der Blick geht hier in nordöstliche Richtung. Der Weg führt uns also in den Süden von Manhattan in das Tribeba-Viertel:




Auch diese Gegend wirkt heute freundlicher, als das vor 38 Jahren der Fall war. Das Lo-Jan Restaurant ist inzwischen Geschichte: 








Inhaltsverzeichnis Blog Teil 8 - November 2014 bis

Es ist an der Zeit, mal wieder eine neue Inhaltsverzeichnisseite anzulegen.

Der Blog läuft jetzt schon seit mehr als acht Jahren (11.10.2006) und 1.566 Beiträge wurden bisher veröffentlicht (Stand: 07.03.2015). Genug neuer Text. Jetzt kommt der alte Inhaltsverzeichnistext:

Für alle Freunde dieses Blogs, die nochmal ungebremst im Inhalt des Blogs stöbern wollen, habe ich dieses Verzeichnis zusammengestellt, digital zwar, eigentlich aber analog. Keine Suchfunktion, keine Links, nur bedrucktes virtuelles Papier. Wie im Blog ist das neueste oben. Zur Erklärung für alle, die es interessiert, von links nach rechts. Ganz links kommt der Posttitel, manchmal auch mit Tags versehen, in der letzten Zeit nicht mehr so häufig, bin da etwas schlampig geworden. Dann kommt der Name des veröffentlichenden Autors, dann kommt die Zahl der Kommentare, dann die Zahl der Direktzugriffe von außen auf den jeweiligen Beitrag und schließlich das Veröffentlichungsdatum (bzw. Zeit bei ganz aktuellen Beiträgen). Die Zahl der Direktzugriffe gibt natürlich auch Auskunft über die Popularität einzelner Beiträge, was hier aber unter den Tisch fällt, sind diejenigen Zugriffe von Bloglesern, die nicht einzelne Seiten aufrufen, sondern einfach nur die Blogadresse an sich aufrufen und dann von oben runterlesen. Also sicher ein Gradmesser für Leserinteresse, aber eben nicht die ganze Wahrheit. Achja, und was man hier sieht, ist ein Blick in den Backstage des Blogs, dorthin, wo der Autor sein mühsames Handwerk verrichtet. In dieser Liste, von der ich Screenshots gezogen habe, werden die einzelnen Beiträge verwaltet.